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FPÖ Wien spaltet sich – "Allianz für Österreich" kom...

Heute Redaktion
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Vor den Medien präsentierten die aus der FPÖ ausgetretenen Abgeordneten um Karl Baron den Namen und das Logo ihrer neuen Partei "Allianz für Österreich".

In Österreich steht eine neue Partei in den Startlöchern: Eine Gruppe um den Strache-Unterstützer Karl Baron gründet "Die Allianz für Österreich", kurz DAÖ. Heute.at beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

Wie kam es dazu?

Ausnahmezustand bei den Hauptstadt-Blauen: Die Wiener Abgeordneten Karl Baron, Dietrich Kops und Klaus Handler haben ihre FPÖ-Mitgliedschaft zurückgelegt. Das wurde kurz vor einer Pressekonferenz bekannt, die Baron für 10.30 Uhr im Grand Hotel Wien angesetzt hatte – "Heute" berichtete vorab.

Die Mandatare führten vor Pressevertretern den Umgang der FPÖ mit dem gefallenen Parteichef Heinz-Christian Strache als Hauptgrund für ihre Entscheidung an. "Wir können den Kurs, den die Partei derzeit fährt, nicht mehr mittragen", so Baron. Die FP sei "zu einer Anti-Strache-Partei geworden".

Wie heißt die neue Partei?

Die Gemeinderäte gründen einen eigenen Klub mit der Bezeichnung "Die Allianz für Österreich". Vor den Medien präsentierten sie bereits das Logo der "DAÖ".

Die Partei will zur Gemeinderatswahl in Wien antreten. "Das Potential ist groß", ist Baron überzeugt. Und auch das Unterscheidungsmerkmal zur FPÖ sei gegeben: "Wir haben keinen Anti-Strache-Kurs." Die Plakate sind bereits gedruckt, auch die Domain für die Parteiwebsite ist reserviert. Künftig will die Partei landesweit aktiv sein.

Und was ist jetzt mit Strache?

Angesprochen auf die Rolle Straches bei der Parteispaltung, windet sich Baron: "Wir alle sind Drahtzieher." Strache sei noch kein Mitglied der DAÖ, man führe aber Gespräche.

Vorab war kolportiert worden, dass Baron für Strache auf sein Mandat verzichten könnte, was dem Ex-FP-Chef die Rückkehr in die Politik ermöglichen würde. Der Klubchef in spe stellte aber klar, dass er dies derzeit nicht plane: "Das ist Teil der Überlegungen gewesen, war aber nie realistisch." Ein Ziel sei aber, Strache als Spitzenkandidat für die Wien-Wahl 2020 zu gewinnen.

Hier kannst du die Pressekonferenz im Ticker nachlesen.