Der Iran hat am Donnerstag drei Menschen hingerichtet, die im Zusammenhang mit den jüngsten Unruhen verurteilt worden waren. Laut der Justiz-Website Misan Online wurden ihnen "Mord" sowie "operative Handlungen" zugunsten der USA und Israels vorgeworfen.
Die Hingerichteten sollen in den Tod von zwei Angehörigen der Sicherheitskräfte verwickelt gewesen sein. Sie wurden am Morgen gehängt. Es sind die ersten offiziell bekanntgegebenen Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Protesten.
Die Proteste hatten Ende Dezember begonnen und entzündeten sich an den hohen Lebenshaltungskosten. Rasch weiteten sie sich zu einer landesweiten Bewegung gegen die Führung der Islamischen Republik aus.
Die iranischen Behörden sprachen von zunächst friedlichen Demonstrationen, die sich dann zu "von ausländischen Kräften angezettelten Ausschreitungen" entwickelt hätten.
Laut den iranischen Behörden wurden bei den Protesten mehr als 3.000 Menschen getötet, darunter Sicherheitskräfte und Unbeteiligte. Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA spricht hingegen von mehr als 7.000 Toten, vor allem Demonstrierende. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch deutlich höher liegen.