Coronavirus

Drei Millionen Impfdosen kommen jetzt nach Österreich 

Der Corona-Impfung gilt die große Hoffnung, die Pandemie langfristig in den Griff zu bekommen. Dazu sollen gleich sechs Impfstoffe beitragen.
Michael Rauhofer-Redl
13.01.2021, 09:15

Mitte der Woche waren in Österreich rund 50.000 Menschen in Österreich gegen das Coronavirus geimpft. Spitzenreiter in der Immunitäts-Skala war zunächst Vorarlberg, wo gerechnet auf 100 Menschen die meisten Personen bereits eine Schutzimpfung gegen Covid-19 erhalten haben. Oberste Priorität genießen dabei Personen in Pflege- und Altenheimen. Noch etwa eineinhalb bis zwei Wochen wird es dauern, bis die Impfungen in diesen Einrichtungen abgeschlossen sind, das verkündete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). 

Eine nicht ganz unbedeutende Rolle bei der Frage, wann wie viele Menschen immunisiert sind, spielen dabei die Hersteller der Covid-Vakzine. Aktuell sind in Österreich zwei Impfstoffe zugelassen: Allein jener Impfstoff von Biontech/ Pfizer soll bis Ende des ersten Quartals laut offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums 937.950 Mal in Österreich ausgeliefert worden sein. Hinzu kommt das Moderna-Präparat. Vorbehaltlich etwaiger Änderungen durch den Hersteller sollen bis Ende März rund 200.000 Impf-Dosen nach Österreich geliefert werden. 

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Vier weitere Zulassungen geplant

Mit dem Impfstoff von AstraZeneca, dessen Zulassung laut der Gesundheitsbehörde unmittelbar bevorsteht, steht Österreich voraussichtlich auch bald ein dritter Impfstoff zur Verfügung. Wie das Gesundheitsministerium auf seiner Website mitteilt, könnte allein AstraZeneca über zwei Millionen Impfdosen noch im ersten Quartal zur Verfügung stellen. Der Hersteller reklamiert für seinen Impfstoff eine einfachere Lagerung. Ein entscheidender Nachteil ist bei diesem Wirkstoff allerdings die, verglichen zu den bisher zugelassenen Mitteln, eine deutlich geringere Wirksamkeit

Insgesamt sollen in Österreich mittel- bis langfristig aber sogar sechs Impfstoffe zur Anwendung kommen. Die besten Karten auf eine rasche Zulassung hat dabei das Vakzin von der Firma CureVac. Das Gesundheitsministerium rechnet mit einer Zulassung "frühestens am Ende des ersten Quartals". Etwas länger warten muss man hierzulande auch auf den Janssen-Impfstoff: "Zulassung voraussichtlich zweites Quartal 2021", schreibt das Gesundheitsministerium. Noch keine genau Prognose gibt es für ein Mittel von Sanofi. Dieses Präparat kommt "voraussichtlich" 2022 auf den österreichischen Markt. 

Wie schnell es dann mit der Impfung und der Herdenimmunität gehen kann, zeigt ein Blick auf die voraussichtlich bis Ende des Jahres zur Verfügung stehenden Impfdosen. "Nach aktuellem Stand und vorausgesetzt dass Marktzulassung und tatsächliche Verfügbarkeiten für alle Hersteller wie geplant erfolgen, sind bis Ende 2021 insgesamt ca. 18.6 Mio. Impfdosen vorhanden", schreibt das Ministerium. Damit könnten in Österreich bis Ende des Jahres alle Menschen, die für eine Impfung in Frage kommen und die sich impfen lassen möchten, auch tatsächlich geimpft werden.