Im Frühjahr 2029 bekommt die Erde besonderen Besuch aus dem All. Der Asteroid Apophis wird mit einem Abstand von nur 32.000 Kilometern an unserem Planeten vorbeifliegen - das ist näher als viele Satelliten kreisen.
Gleich drei Landungssonden wollen Wissenschaftler auf den 375 Meter großen Himmelskörper schicken. Sowohl die Europäische Weltraumagentur ESA als auch das private US-Unternehmen ExLabs nehmen Kurs auf Apophis.
Wie heise.de unter Berufung auf das Wissenschaftsportal New Scientist berichtet, wird die ESA-Mission Ramses auch eine Landungssonde zu Apophis schicken. Der Start soll im April 2028 erfolgen, damit die Sonde im Februar 2029 beim Asteroiden eintrifft.
Die ESA-Sonde wird ein Seismometer an Bord haben. Damit wollen die Forscher mögliche Erdrutsche auf dem Asteroiden aufzeichnen, die durch die Anziehungskraft der Erde ausgelöst werden könnten.
Etwa eine Woche nach dem Vorbeiflug an der Erde soll dann eine Landungssonde der japanischen Privatuniversität Chiba Institute of Technology aufsetzen. Eine weitere Sonde eines unbekannten Auftraggebers ist ebenfalls geplant.
Die gute Nachricht: Ein Einschlag von Apophis auf der Erde ist laut Wissenschaftlern für die nächsten 100 Jahre ausgeschlossen. Zunächst hatte es Befürchtungen gegeben, doch weitere Untersuchungen gaben Entwarnung.
"Wir müssen uns gut miteinander abstimmen. Die Welt wird zuschauen und wir wollen es nicht vermasseln", sagt Patrick Michel, Astrophysiker und einer der Projektverantwortlichen für die Ramses-Mission.