Die zweite Amtszeit Dynamo Dresden ist für Trainer Peter Pacult am Sonntag unrühmlich zu Ende gegangen. Der deutsche Fußball-Zweitligist stellte den Wiener nur wenige Stunden nach der 0:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt und einer Krisensitzung zwischen dem Sportlichen Leiter Steffen Menze und Geschäftsführer Christian Müller frei.
Dresden blieb in den ersten vier Saisonspielen ohne Sieg und kassierte mit dem 1:3 gegen den 1. FC Union Berlin am 9. August und der Pleite am Sonntag zwei Niederlagen nacheinander vor eigenem Publikum. Pacult hatte den Club am 18. Dezember des Vorjahres übernommen und via Relegation den Klassenerhalt geschafft. Schon 2005/06 betreute er den Club für ein Dreivierteljahr.
"Trennung unvermeidlich"
"Nach den beiden desaströsen Heimniederlagen gegen Union Berlin und den FSV Frankfurt innerhalb von nur neun Tagen war die Trennung von Peter Pacult für uns unvermeidlich. Die unwürdige Situation, konkret die öffentlichen Spekulationen über die Person des Trainers am Rande des Relegationsrückspiels, hatten einen Riss entstehen lassen, der nur durch sportlichen Erfolg in der neuen Saison hätte gekittet werden können", sagte Müller.
Interimsmäßig wird Menze das Training übernehmen. Parallel dazu sucht der Club einen neuen Cheftrainer. Es ist die erste Trainerentlassung in der noch jungen Zweitliga-Saison.
Dortmund mit starkem Saisonstart
"Nobody" Jonas Hofmann hat Deutschlands Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund in der 1. Bundesliga am Sonntag den besten Saisonstart seit zwölf Jahren und die Tabellenführung beschert. Der Mann aus der zweiten Reihe sorgte für das harterkämpfte 2:1 (0:0) gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Mit seinem Tor in der 75. Minute verzückte der erst eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Hofmann am Sonntag die 80.900 Zuschauer in der Dortmunder Arena.
Dann verwandelte Marco Reus (86.) den an Hofmann verschuldeten Foulelfmeter. Der Braunschweiger Anschlusstreffer durch Kevin Kratz (89.) war nur noch Ergebniskosmetik. Neben der Tabellenführung nach dem zweiten Spieltag konnte sich der BVB über weitere positive Zahlen freuen: Trainer Jürgen Klopp, der seit seinem Amtsantritt 2008 noch nie beide Auftaktspiele gewinnen konnte, feierte seinen 100. Dortmunder Sieg. Es war zudem der erste Dortmunder Doppelsieg zum Bundesliga-Auftakt seit 2001.
Weniger erfolgreich verlief hingegen das Debüt von Henrich Mchitarjan. Der 26 Millionen Euro teure Neuzugang sollte im offensiven Mittelfeld Regie führen - das gelang aber kaum. Der Armenier hatte aufgrund einer Sprunggelenksverletzung zuletzt vier Wochen lang pausiert.