Mehrere unmoralische Angebote soll ein 31-jähriger Vorarlberger einem 15-jährigen Mädchen unterbreitet haben. So soll er ihr Kokain und Cannabis zum Konsum überlassen, Geld für Geschlechtsverkehr angeboten und sie sexuell belästigt haben.
Vor Gericht gab der Mann zwar zu, mit der Jugendlichen Cannabis geraucht zu haben, Kokain habe er jedoch nie weitergegeben.
Auch vom tatsächlichen Alter der 15-Jährigen soll er nichts gewusst haben. Per Snapchat habe sich das Mädchen als 18-Jährige ausgegeben – diese Nachrichten würden heute jedoch nicht mehr existieren. Auch der sexuelle Missbrauch habe so nicht stattgefunden, bloß eine Umarmung habe es zum Abschied gegeben. Geld habe er ihr ebenfalls keines angeboten.
Eine frühere Aussage des Mannes zeichnet jedoch ein anderes Bild. Demnach soll er das Mädchen gefragt haben, ob sie mit ihm schlafen wolle. Vor Gericht bestritt der Angeklagte diese Aussage: "Ich war müde nach acht Stunden Arbeit. Da kann es gut sein, dass ich so etwas bei der Polizei ausgesagt habe", erklärte er laut "Vorarlberg Online".
Das Opfer selbst und dessen Schwester belasteten den Vorarlberger vor Gericht jedoch schwer. Beide hätten ihm ihr Alter von Anfang an mitgeteilt. Zudem beharren sie weiterhin auf den Vorwürfen der sexuellen Belästigung sowie auf dem Angebot von 300 Euro im Gegenzug für Sex.
Der 31-Jährige wurde in sämtlichen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine bedingte Freiheitsstrafe von vier Monaten sowie eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 3.360 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.