Ein 21-jähriger Österreicher muss sich am Montag am Landesgericht Innsbruck wegen schwerer Vorwürfe verantworten. Laut Anklage soll er minderjährige Mädchen mit Drogen versorgt und sie zu sexuellen Handlungen gedrängt haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann sexuellen Missbrauch von Jugendlichen, sexuelle Belästigung, Delikte im Zusammenhang mit bildlichem sexualbezogenem Missbrauchsmaterial sowie Suchtgiftvergehen vor. Die Vorwürfe betreffen sechs Mädchen im Alter von 12, 13 und 14 Jahren.
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Nach Angaben der Anklage soll der Beschuldigte von Sommer 2025 bis zu seiner Festnahme im Februar 2026 in Innsbruck, Schönberg und Hall Suchtmittel an die Minderjährigen weitergegeben haben. Die Drogen soll er teils kostenlos oder zu besonders günstigen Preisen abgegeben haben. Im Gegenzug habe er die Mädchen teilweise zu Geschlechtsverkehr und anderen sexuellen Handlungen aufgefordert.
Besonders tragisch: Eines der betroffenen Mädchen ist mittlerweile verstorben. Die Zwölfjährige starb an einer Überdosis.
Zudem soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft sexualbezogenes Videomaterial seiner Opfer angefertigt haben. Dieses sei auf seinem beschlagnahmten Smartphone gefunden worden.
Die mutmaßlichen Straftaten kamen ans Licht, nachdem eine der betroffenen Zwölfjährigen Anfang des Jahres als vermisst gemeldet worden war. In weiterer Folge vertrauten sich mehrere Mädchen einer Jugendbetreuerin an. Dadurch wurden die Ermittlungen ausgelöst.
Da der Angeklagte mit 21 Jahren rechtlich noch als junger Erwachsener gilt, wird das Verfahren vor einem Einzelrichter für Jugendstrafsachen geführt. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft.
Es gilt die Unschuldsvermutung.