Die Probleme rund um die Drogenberatungsstelle Jedmayer und die U6-Station Gumpendorfer Straße beschäftigen Anrainer seit Jahren. Immer wieder berichten Bewohner von offenem Drogenkonsum, Dealern, Lärm, Verunreinigungen und einem sinkenden Sicherheitsgefühl. Zuletzt sorgten neue Maßnahmen wie eine Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park für Diskussionen.
Nun kommt es am 2. Juni um 18 Uhr zu einer lange geforderten Anrainerversammlung. Dort sollen Bewohner, Behörden und Politik über die aktuelle Situation und mögliche Lösungen sprechen.
"Diese Versammlung ist überfällig. Die Menschen vor Ort erleben seit Jahren, wie sich die Lage verschärft, während SPÖ und Neos die Probleme verharmlost oder ausgesessen haben", kritisieren Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Obmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
Die Umgebung der U6-Station Gumpendorfer Straße gilt seit Jahren als Brennpunkt. Laut der Volkspartei weist das Gebiet rund um den Jedmayer die höchste Konzentration an Suchtmitteldelikten pro Einwohner in Wien auf. Auch die Polizei ist dort regelmäßig im Einsatz. Erst kürzlich wurde eine Schutzzone eingerichtet, die den Beamten zusätzliche Möglichkeiten gegen Drogenhandel und problematische Entwicklungen geben soll.
Für die ÖVP reicht das allerdings nicht aus. "Aber das reicht nicht. Wir brauchen auch eine Alkoholverbotszone und Videoüberwachung rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße. Was an anderen Brennpunkten in Wien möglich ist, muss auch hier möglich sein", so Hammerer und Ofner weiter.
Die Volkspartei fordert darüber hinaus strukturelle Änderungen bei der Betreuung suchtkranker Menschen. Im Mittelpunkt steht dabei die Ausgabe von Substitutionsmitteln.
"Damit würde dem illegalen Handel ein wesentlicher Teil der Geschäftsgrundlage entzogen. Eine einzige Einrichtung kann nicht die Drogenprobleme einer Zwei Millionen Metropole schultern. Wien braucht endlich ein Gesamtkonzept statt weiterer Ausreden", so Hammerer und Ofner abschließend.
Von der Bürgerversammlung erwarten sich viele Anrainer nun konkrete Antworten. Die Forderung nach mehr Sicherheit, weniger Drogenhandel und einer spürbaren Entlastung des Grätzls wird dabei im Mittelpunkt stehen.