Der Kriminalpolizei in Villach ist ein mutmaßlicher Drogenhändler ins Netz gegangen. Der 20-Jährige soll Cannabis und Kokain verkauft und dabei einen Jugendlichen für seine Geschäfte eingespannt haben.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Drogen-Sicherstellung im April: In einer Wohnung in Villach fanden Ermittler mehrere hundert Gramm Cannabis sowie 15 Gramm Kokain. Die Suchtmittel konnten einem 17-Jährigen aus Klagenfurt zugeordnet werden, wie der ORF berichtet.
Bei seiner Einvernahme belastete der Jugendliche schließlich einen 20-jährigen Mann schwer. Dieser soll ihn wiederholt gezwungen haben, Drogen zwischen Klagenfurt und Villach zu transportieren. Laut Polizei soll der Verdächtige dabei auch Gewalt eingesetzt haben, um die Kurierfahrten durchzusetzen.
Zusätzlich steht der Mann im Verdacht, den Jugendlichen in dessen Wohnung beraubt zu haben. Dabei soll er ihm mit Gewalt die Geldbörse samt mehreren hundert Euro Bargeld abgenommen haben.
Der Verdächtige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt festgenommen und in die Justizanstalt eingeliefert. Zu den Vorwürfen zeigt sich der 20-Jährige laut Polizei nicht geständig.
Auch gegen den 17-Jährigen wird ermittelt: Ihm konnte laut Polizei der Verkauf von Cannabis sowie kleiner Mengen Kokain an mehrere Abnehmer nachgewiesen werden.