Während andere in seinem Alter zur Schule gehen, eine Lehre machen oder ihre Freizeit mit Freunden verbringen, soll ein 16-Jähriger in Villach bereits tief im Drogenmilieu gesteckt haben. Über mehrere Monate hinweg soll der Jugendliche Kokain verkauft haben – bis ihm die Polizei schließlich auf die Spur kam.
Ermittler des Stadtpolizeikommandos Villach hatten den Burschen bereits länger im Visier. Nach umfangreichen Erhebungen verdichtete sich der Verdacht: Der 16-Jährige soll über einen Zeitraum von rund drei Monaten etwa 300 Gramm Kokain im Stadtgebiet verkauft haben. Für sein Alter eine beachtliche Menge – und auch finanziell brisant: Je nach Straßenpreis könnte es dabei um Einnahmen im Bereich von mehreren zehntausend Euro gegangen sein.
Die Spur führte die Beamten schließlich direkt in die Wohnung des Jugendlichen. Bei einer Nachschau fanden sie mehrere Papierbriefchen mit Kokain, bereits portioniert und verkaufsfertig abgepackt. Dazu kamen Suchtmittelwaagen und weitere Utensilien, die auf regelmäßigen Handel hindeuten.
Für die Ermittler ergab sich damit ein klares Bild: Hier wurde nicht nur konsumiert, sondern offenbar gezielt gedealt. Der 16-Jährige soll sich damit über Wochen hinweg ein eigenes kleines "Geschäft" aufgebaut haben.
Bei der Einvernahme zeigte sich der Jugendliche laut Polizei teilweise geständig. Dennoch klickten die Handschellen – der Bursche wurde festgenommen und in die Justizanstalt Klagenfurt gebracht.
Besonders brisant: Der 16-Jährige ist kein Unbekannter für die Behörden. Er war bereits vorbestraft und galt als beschäftigungslos. Während andere ihre Zukunft planen, muss sich dieser 16-Jährige jetzt vor Gericht verantworten – und das wohl nicht zum ersten Mal.