Ein Autokauf, der zum Albtraum wird: Eine Kärntnerin zahlte 13.500 Euro für ihr Wunschauto - doch fahren konnte sie damit kaum.
Kurz nach dem Kauf leuchtete plötzlich die Motorkontrollleuchte auf. Die Frau brachte den Wagen zurück ins Autohaus. Dort begann das Problem erst richtig: Das Auto blieb wochen- und monatelang in der Werkstatt, weil wichtige Teile nicht verfügbar waren, das berichtet die Kleine Zeitung.
Für den Alltag musste sich die Kundin sogar ein Mietauto organisieren. Nach einem halben Jahr zog sie die Reißleine und trat vom Kauf zurück, schließlich konnte sie ihr eigenes Auto nicht nutzen.
Das Autohaus wollte davon aber nichts wissen. Begründung: Das Fahrzeug sei inzwischen repariert worden. Die Frau wandte sich schließlich an die Arbeiterkammer Kärnten. Mit Erfolg: Am Ende einigte man sich auf einen Rückkauf des Autos um 11.500 Euro.
Für Konsumenten ist die Situation oft schwierig. "Der Kfz-Sektor zählt seit Jahren zu jenen Bereichen, in denen außergerichtliche Lösungen oft schwer zu erzielen sind. Grund dafür sind fehlende objektive Vergleichswerte, große Preis- und Bewertungsspielräume sowie die hohe technische Komplexität, die für Konsumenten kaum nachvollziehbar ist", erklärt Herwig Höfferer von der AK.
Damit Betroffene künftig bessere Chancen haben, bietet die Arbeiterkammer neue Unterstützung an. Zwei neue Tools helfen dabei, Fahrzeuge zu bewerten und Rechnungen zu überprüfen. Wer das nutzen will, kann Unterlagen wie Zulassungsschein, Kilometerstand, Kaufvertrag oder Rechnungen einfach per E-Mail an die AK schicken.