Am Mittwoch fand eine spannende Übung am LKH Villach statt. Dabei ging es um einen "Patienten", der zuvor im Kongo unterwegs war. Nach seiner Reise klagte er im Krankenhaus über hohes Fieber, Kopfschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf und über eine Wunde am Kopf, die er durch einen Sturz erlitten hatte.
Die Symptome und der Kongo-Trip weisen auf eine Ebola-Infektion hin. Daher wurden – wie auch im Ernstfall – "die vorgesehenen Schutz- und Alarmmaßnahmen aktiviert", sagte Übungsleiter Johannes Engl zur "Kleinen Zeitung".
Konkret bedeutet dies eine Räumung des unmittelbaren Umfelds, die Unterbrechung der Versorgung sowie die Sperrung des betroffenen Bereichs. Laut den Vorschriften für Hochrisikoinfektionen wurde der fiktive Patient dann ins Spital nach Wien-Favoriten gebracht.
Dies fand in Kooperation mit dem Roten Kreuz statt. Engl zufolge wurden die "strukturierte Alarmierung, die Kommunikation entlang der Einsatzkette sowie der sichere Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung" trainiert.
Vertreter der Landessanitätsdirektion Kärnten sowie des Roten Kreuzes werteten die Übung aus. Nach etwa zwei Stunden wurde die Trainingsmaßnahme mit einem Erfolg abgeschlossen.