Das Hochhaus in der Fanny-von-Lehnert-Straße beim Salzburger Hauptbahnhof sorgt seit Monaten für Schlagzeilen. Die Vorwürfe sind heftig: Drogenhandel, Kriminalität und extreme Verwahrlosung.
Zuletzt wurde öffentlich kritisiert, dass gebrauchte Spritzen und sogar Kot in den Stiegenhäusern liegen. Auch auf den Gängen sollen Menschen illegal übernachten.
Die Situation spitzte sich Mitte März weiter zu. Nach einer Party stürzte ein Mann aus dem siebenten Stock vom Balkon und starb. Die Polizei sucht noch immer nach Zeugen, bisher ohne Erfolg.
Jetzt reagiert die Stadt. Am Dienstag kam es zu einer Begehung des Gebäudes. Mit dabei: Hausverwaltung, Ordnungsamt, Polizei, Stadtpolitik und Vertreter des Einkaufszentrums "Forum 1".
Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, um die Zustände zu verbessern. Konkrete Maßnahmen sollen nach dem Lokalaugenschein folgen.
Das Gebäude ist groß: Rund 120 Wohnungen gibt es, die auf mehr als hundert Eigentümer aufgeteilt sind. Viele von ihnen wohnen allerdings nicht selbst dort, sondern vermieten ihre Wohnungen.