Ein seit Freitag vermisster Skitourengeher ist am Samstag in Tweng bei Obertauern im Lungau tot aufgefunden worden. Der etwa 40-jährige Urlauber dürfte bereits am Freitagnachmittag auf der Plattenspitze von einem Schneebrett erfasst und verschüttet worden sein.
Nach Angaben der Bergrettung lag der Mann rund 2,5 Meter tief unter den Schneemassen. Er führte kein Verschütteten-Suchgerät (LVS) mit sich, musste von den Einsatzkräften mit Stabsonden, Lawinenhunden und einem Recco-System aufgespürt werden.
Schließlich konnte der Verschüttete mithilfe eines speziellen Radarsystems geortet werden. Dieses reagiert auf Reflektoren, die in Kleidung oder Ausrüstung integriert sein können, und ermöglicht so die Ortung unter Schnee.
Schon am Freitagabend hatten 15 Bergretter eine erste Suchaktion gestartet. Am Unfallort fanden sie einen großen Lawinenkegel,. Die Spure des VErmissten führten hinein, jedoch nicht hinaus. Wegen der einsetzenden Dunkelheit musste der Einsatz zunächst unterbrochen werden.
Am Samstag wurde die Suche mit einem Großaufgebot fortgesetzt. Rund 70 Bergretter aus dem Lungau und Pongau sowie sechs Suchhunde standen im Einsatz. Die Aktion wurde von der Alpinpolizei koordiniert. Auch ein Hubschrauber der Flugpolizei unterstützte die Arbeiten. Die schwierigen Wetterbedingungen mit dichtem Nebel und starkem Wind erschwerten die Suche zusätzlich. Die Bergung selbst konnte wetterbedingt noch nicht durchgeführt werden.