Nach einem siebenwöchigen Prozess hat das Osloer Gericht sein Urteil gegen Marius Borg Høiby gefällt.
Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wurde in zahlreichen Anklagepunkten schuldig gesprochen, in einigen zentralen Vorwürfen jedoch freigesprochen.
Schuldig befand das Gericht ihn unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen schlafender Opfer, Missbrauchs in engen Beziehungen, Körperverletzung, Bedrohung, Verstößen gegen Kontaktverbote, Sachbeschädigung sowie mehrerer Sexualdelikte.
Hinzu kommen Drogendelikte rund um den Transport und Empfang von 3,5 Kilogramm Marihuana, Verkehrsverstöße und weitere Gesetzesverstöße.
Freigesprochen wurde Marius dagegen in zwei Vergewaltigungsfällen – darunter ausgerechnet beim schwersten Vorwurf der Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr.
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Nach Einschätzung des Gerichts reichten die vorliegenden Beweise für eine Verurteilung nicht aus, unter anderem wegen Unstimmigkeiten in den Aussagen und einer nicht durchgehend eindeutigen Schilderung der mutmaßlich Geschädigten.
Insgesamt endete das Verfahren mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Wie "Bild" außerdem berichtet, wurde ihm eine Geldstrafe von 640.000 norwegischen Kronen (umgerechnet 58.000 Euro) verhängt, die er an vier seiner Opfer zu zahlen hat.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig – ob dagegen Berufung eingelegt wird, ist noch offen. Marius' Anwälte sowie die Staatsanwaltschaft hätten dafür zwei Wochen Zeit.