Marius Borg Høiby muss für vier Jahre ins Gefängnis. Das Amtsgericht in Oslo sprach den 29-Jährigen am Montag schuldig und verurteilte ihn zudem zu Schadenersatz- und Schmerzensgeldzahlungen an mehrere Betroffene.
Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit war laut Medienberichtem zum Urteil nicht persönlich erschienen, sondern aus gesundheitlichen Gründen per Video aus der Untersuchungshaft zugeschaltet worden.
Vor Gericht standen insgesamt 40 Anklagepunkte im Raum, darunter Vergewaltigungsvorwürfe, Gewalt gegen frühere Partnerinnen, Verstöße gegen Kontaktverbote sowie Drogen- und Verkehrsdelikte. Über sechs Wochen dauerte der Strafprozess.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. In 34 Anklagepunkten wurde Marius schuldig gesprochen. In den zwei schwersten Anklagepunkten, wegen Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr, wurde Høiby allerdings freigesprochen.
Nach Einschätzung des Gerichts reichten die vorliegenden Beweise für eine Verurteilung nicht aus, unter anderem wegen Unstimmigkeiten in den Aussagen und einer nicht durchgehend eindeutigen Schilderung der mutmaßlich Geschädigten.
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Die ausführliche Urteilsbegründung des Gerichts zog sich laut "Bild" etwas länger. Die Zusammenfassung des Urteils umfasste 128 Seiten und wurde auführlich von Richter Jon Sverdrup Efjestad vorgetragen.
Wie die deutsche Zeitung weiter berichtet, sah man keine Reaktion des Skandal-Royals im Gerichtssaal – das angekündigte Videobild war während der Verkündung nicht für alle aktiviert. Die Schaltung war nur für den Richter und nicht für die Öffentlichkeit sichtbar.
Mit der Entscheidung aus Oslo ist das Verfahren noch nicht endgültig abgeschlossen. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben nun zwei Wochen Zeit, Berufung einzulegen.
Sollte eine der beiden Seiten diesen Schritt setzen, wird das Urteil vorerst nicht rechtskräftig. In diesem Fall müsste ein Berufungsgericht prüfen, ob der Fall in einer zweiten Instanz erneut verhandelt wird.