Kokain im Park

Drogenchaos in Graz – Inder "war in Russland sicherer"

Drogen im Park, brutales Verhalten – als Santosch K. nach Graz kam, war der gebürtige Inder schockiert. So hatte er sich Österreich nicht vorgestellt.
Österreich Heute
23.07.2026, 10:18
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Entsetzen bei Santosch K.: Vor zehn Monaten zog der 25-Jährige nach Graz – er wollte sich den Traum erfüllen, nach Europa auszuwandern. Zuvor lebte der gebürtige Inder in Russland und hoffte auf eine rosige Zukunft in Österreich. Im Herbst beginnt Santosch in der steirischen Landeshauptstadt Luftfahrt zu studieren – doch die Vorfreude wird getrübt.

Im Volksgarten nahe seiner Wohnung würden Asylwerber laufend Kokain und andere Drogen konsumieren und verkaufen. "Da habe ich mich in Russland sicherer gefühlt", gibt Santosch zu Protokoll.

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Drogendealer im Park

Seit zwei Wochen habe sich die Situation verschärft. "Überall liegt Müll herum und es stinkt", wettert er. Früher habe der 25-Jährige den beliebten Park gerne genutzt, um frische Luft zu schnappen. Heute werde er von allen Seiten gefragt, ob er Suchtmittel kaufen möchte.

"Ich gehe dort hin, um Sport zu machen, nicht um Drogen zu kaufen." Lehnt man jedoch ab, würden die Dealer aggressiv werden. "Graz ist definitiv anders, als ich es mir vorgestellt habe – dieser Park ist kein Einzelfall", so der gebürtige Inder.

"Regierung muss etwas tun"

Santosch selbst hat in Indien Deutsch bis zum B1-Niveau gelernt, auch die Prüfung für das Sprachlevel B2 hat er bereits erfolgreich bestanden. Statt sich auf sein bevorstehendes Studium konzentrieren zu können, müsse er sich jedoch mit der Situation vor seiner Haustür herumschlagen.

"Ich will einfach draußen Sport machen, Fitnessstudios sind mir einfach zu teuer", erklärt er. Außerdem arbeite er und zahle Steuern. "Die Regierung verwendet diese Steuergelder für Parks. Parks sollten für uns da und sicher sein, nicht für Drogendealer", findet der 25-Jährige.

Schutzzonen sollen helfen

Bereits in der Vergangenheit wurden Maßnahmen im Volksgarten gesetzt, Schutzzonen sollen für mehr Sicherheit sorgen. Im Zuge zahlreicher Schwerpunktkontrollen verzeichnete die Polizei zudem 438 Suchtmittelsicherstellungen, wie es vom Sicherheitsmanagement der Stadt Graz in einer Aussendung heißt. Dabei sollen Polizisten unter anderem mehr als 8,3 Kilogramm Cannabis und etwa 350 Gramm Kokain sichergestellt haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.07.2026, 11:41, 23.07.2026, 10:18