Binnen weniger Stunden sind am Samstag zwei Pensionistinnen in Graz Opfer brutaler Raubüberfälle geworden. In beiden Fällen rissen die Täter den Frauen eine Goldkette vom Hals und flüchteten.
Der erste Überfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr in einem Innenhof in der Wilhelm-Raabe-Gasse im Bezirk Geidorf. Ein Unbekannter überraschte dort eine 81-jährige Grazerin und riss ihr gewaltsam die Kette vom Hals.
Rund viereinhalb Stunden später wurde eine 88-Jährige im Bereich Schrödingerstraße und Mariengasse im Bezirk Lend überfallen. Auch ihr wurde die Goldkette vom Hals gerissen. Beide Frauen waren alleine zu Fuß unterwegs und erlitten leichte Verletzungen.
Die Tatorte liegen nur etwas mehr als zwei Kilometer voneinander entfernt. Wegen der zeitlichen und örtlichen Nähe sowie der ähnlichen Vorgehensweise prüft die Kripo einen möglichen Zusammenhang.
Nach dem derzeitigen Stand gehen die Ermittler allerdings von zumindest zwei unterschiedlichen Verdächtigen aus. Die Beschreibungen der Opfer weichen voneinander ab.
Der erste Verdächtige (Geidorf) soll etwa 30 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß und schlank sein. Die 81-Jährige beschrieb ihn als "schlaksig". Er soll kurze schwarze Haare, einen "markanten schwarzen Schnurrbart" und eine etwas dunklere Hautfarbe haben. Bekleidet war er demnach mit einem blauen Hemd, einer beigen Bermudahose und weißen Sportschuhen.
Der zweite Verdächtige (Lend) soll etwa 27 Jahre alt, rund 1,77 Meter groß und ebenfalls schlank sein. Er soll kurze dunkle bis rötliche Locken sowie einen dunklen bis rötlichen Vollbart haben. Laut dem Opfer wirkte er sehr gepflegt und trug eine lange beige Hose.
Beide Männer sollen Deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen haben.
Wer die Männer kennt oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben kann, soll sich unter 059133/65-3333 bei der Grazer Kripo melden