Nach Gerüchten über mehrere mutmaßliche Vorfälle mit K.O.-Tropfen bei Festen im Bezirk Murau ermittelt die Polizei derzeit in einem konkreten Fall. Hinweise auf eine Häufung sieht sie aktuell jedoch nicht.
Warnungen vor möglichen K.O.-Tropfen sorgen im Bezirk Murau derzeit für Verunsicherung. Im Zusammenhang mit einem Zeltfest in Oberwölz, einem Landjugend-Fest in Kulm am Zirbitz und einem Feuerwehrfest in Neumarkt wird in sozialen Medien über mehrere Vorfälle berichtet. Eine Mutter sagte der Kleinen Zeitung: "Die Mädchen haben wirklich Angst, man hört von mehreren Vorfällen, bei denen Mädchen etwas ins Getränk gemischt wurde. Zu Übergriffen ist es nicht gekommen, aber die Intention jener, die so etwas tun, ist wohl eindeutig."
Bestätigt ist bisher ein Fall vom Dreitagesfest in Oberwölz. Dort wurde eine 15-Jährige bewusstlos auf einer Toilette gefunden und nach der Erstversorgung ins LKH Leoben gebracht. "Das Mädchen wies eine starke Alkoholisierung auf, ob K.O.-Tropfen eine Rolle für ihren Zustand gespielt hat, kann derzeit weder bestätigt noch dementiert werden", so Polizeisprecher Sabri Yorgun gegenüber der Tageszeitung. Ein toxikologisches Gutachten steht noch aus. Außerdem wird ermittelt, wie die Jugendliche an Alkohol gelangen konnte.
Weitere Anzeigen im Zusammenhang mit den genannten Veranstaltungen liegen der Polizei nach eigenen Angaben nicht vor. "Aus polizeilicher Sicht kann keinesfalls von einer Häufung oder übermäßigem Auftreten von derartigen Fällen gesprochen werden."
Dennoch berichten Eltern von einer angespannten Stimmung. Eine Mutter erklärte gegenüber der Kleinen Zeitung, mehrere Mädchen seien plötzlich bewusstlos geworden. Die Mütter wollen deshalb sensibilisieren und dazu aufrufen, "jeden Verdacht der Polizei zu melden."