Wien

Droht in Wien noch eine Lockdown-Verlängerung?

Bereits vor dem Beginn des Lockdowns hat Wien seinen Shutdown schon verlängert. Doch bleibt es nun wirklich bei dem Lockdown-Ende mit 11. April?

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Eine weitere Verlängerung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, so Ludwig. (Symbolbild)
Eine weitere Verlängerung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, so Ludwig. (Symbolbild)
ALEX HALADA / picturedesk.com

Noch bevor der Lockdown überhaupt erst in Kraft getreten ist, hat Wien ihn bereits verlängert - bis 11. April. Vorläufig. Das wurde am späten Montagnachmittag von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bekanntgegeben. Die Entscheidung kam dabei aber kaum überraschend. Immerhin hatte Ludwig schon vor Tagen angekündigt, die Maßnahmen in der Bundeshauptstadt zu verschärfen. Auch in einem Interview mit "Heute"  hatte der Bürgermeister Verschärfungen angedeutet, sich jedoch noch bedeckt gehalten, was die konkreten Verschärfungen anbelangt.

Wien ab 1. April im Ruhemodus

Nun ist es aber fix - der am Gründonnerstag (1. April) beginnende Lockdown, die sogenannte "Osterruhe", wird in Wien bis zum inklusive 11. April verlängert. Grund für diesen Schritt sei die dramatische Entwicklung der Corona-Situation in der Bundeshauptstadt - insbesondere auf den Intensivstationen. Hier wurden am Montag wieder besorgniserregende Zahlen gemeldet. Waren es am 25. Februar noch 248 Fälle auf der Intensivstation, so hat sich diese Zahl mittlerweile mehr als verdoppelt. Am 29. März sind es bereits 534 belegte Betten.

Auch Experten und Virologen hatten zu einem längeren, auf das gesamte Land greifenden Lockdown geraten. So etwa auch der Virologe Norbert Nowotny. "Die ganze Situation ist wirklich ernst und wir werden das definitiv nicht mit einem nur sechstägigen Lockdown hinkriegen!", ist sich Nowotny sicher. Jener fordert einen längeren Lockdown - für ganz Österreich, "um die Situation auf den Intensivstationen - speziell im Wiener Raum - zu entschärfen".

Noch eine Verlängerung?

Die Entscheidung für Wien wirft nun aber die Frage auf, ob der Lockdown noch ein weiteres Mal verlängert wird. Die entsprechende Frage eines Journalisten konnte der Bürgermeister nicht eindeutig beantworten.

"In der jetzigen Situation kann man nix ausschließen. Es ist mir bewusst, dass wir mit diesen Maßnahmen Kollateralschäden verursachen".

Er habe "größtes Verständnis für den Unmut" all jener, die jetzt schon furchtbar unter  der Situation zu leiden haben.

"Aber, das Ergebnis, wenn wir jetzt nicht sofort Maßnahmen treffen, wäre, dass wir dann entscheiden müssen, welche Menschen auf einer Intensivstation behandelt werden können und welche nicht. Diese Verantwortung möchte ich nicht übernehmen", schloss Ludwig sein Presse-Statement ab. 

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