DSV-Doppelsieg, Hirscher wieder Weltcup-Leader

Felix Neureuther gewann vor seinem deutschen Landsmann Fritz Dopfer am Sonntag den Weltcup-Slalom in Kranjska Gora. Marcel Hirscher wurde als bester Österreicher Fünfter und eroberte die Führung im Gesamtweltcup zurück.


Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur vier Punkten auf Aksel Lund Svindal geht es für Hirscher zum Weltcup-Finale nach Lenzerheide, wo die letzten vier Saisonrennen am Programm stehen. Der Salzburger wirkte trotz der Rückeroberung der Spitzenposition nicht glücklich. "Ich habe alles herausgeholt. Es war mein Maximum. Die anderen sind heute in einer anderen Liga gefahren", meinte der 25-Jährige nach dem Rennen.

Die Anspannung vor dem Showdown mit dem Norweger war spürbar. "Ich muss in den nächsten Tagen etwas ändern. Ich muss mit dem Aksel wieder mithalten können, sonst habe ich verloren", setzt sich Hirscher selbst unter Druck. In beiden Rennen in Kranjska Gora fuhr immer der Gesamtweltcup im Hinterkopf mit. Ein Ausfall wäre fatal gewesen, dementsprechend ging Hirscher nicht volles Risiko.

Neureuther erobert Slalom-Weltcupführung

Das tat allerdings Felix Neureuther, für den es noch um die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup geht. Nach der Enttäuschung von Sotschi (keine Zielankunft) meldete sich der Deutsche eindrucksvoll zurück. "Leider hatte ich diese Form nicht vor zwei Wochen", spielte Neureuther auf die Winterspiele an. Er gab zu, dass ihn der Autounfall kurz vor den Spielen aus der Bahn geworfen hatte.

"Nach Sotschi hatte ich Probleme, mich wieder zu motivieren. Aber das heutige Ergebnis zeigt, dass es sich ausgezahlt hat, sich durchzubeißen", so der 29-Jährige. Mit seinem neunten Weltcup-Sieg setzte sich Neureuther an die Spitze des Slalom-Weltcups - fünf Punkte vor Hirscher.

Pech für die Österreicher

Nach dem ersten Durchgang sah es noch recht gut aus aus ÖSV-Sicht. Doch Mario Matt, der im ersten Lauf die Bestzeit markierte, kam zwei Tore vor dem Ziel zu Sturz. Zusätzlich bitter: Der verletzte sich. "Ich habe in der Wade ziemliche Schmerzen, mal schauen, ob ich Lenzerheide fahren kann", meinte Matt geknickt. 

Kurios war der Ausfall von Benjamin Raich im zweiten Durchgang. verfuhr sich schlichtweg im Stangenwald. "Soetwas ist mir noch nicht passiert. Es war ein Blackout. Dass mir nach so vielen Rennen soetwas passiert, ist ein bisschen peinlich", erklärte der Tiroler.

Endstand beim Slalom in Kranjska Gora:

1. Felix Neureuther (GER) 1:45,50 Min.

2. Fritz Dopfer (GER) +0,59 Sek.

3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,79

4. Patrick Thaler (ITA) +0,86

5. Marcel Hirscher (AUT) +0,95

6. Jean-Baptiste Grange (FRA) +1,14

7. Mattias Hargin (SWE) +1,26

8. Alexis Pinturault (FRA) +1,28

Weiter:

17. Manfred Pranger (AUT) +2,20

18. Manuel Feller (AUT) +2,25

U.a. ausgeschieden: Mario Matt und Benjamin Raich (beide AUT)
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