Meister Salzburg gewinnt das zweite Duell in der Best-of-Seven-Serie gegen den KAC klar mit 7:2 und stellt damit auf 1:1. Die Mozartstädter machen schon in den ersten 40 Minuten alles klar. Nun geht das Finale zumindest über fünf Spiele.
Wie schon in der ersten Partie starten beide Teams offensiv eingestellt ins Match. Zunächst wirken die Gäste aus Klagenfurt, bei denen Christoph Brandner wegen Verletzung und Mike Craig wegen einer knapp vor dem Spiel ausgesprochenen Sperre fehlen, optisch überlegen. In Führung geht der Meister: Mario Scalzo schießt, der Puck prallt von der Bande vor den Kasten und Stephane Julien netzt ins leere Tor ein (5.).
Danach übernehmen die roten Bullen (ohne Daniel Welser und Ryan McDonough wegen Sperren) das Kommando, 14:8 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache zugunsten des Heimteams. Trotzdem kommen die Klagenfurter zur großen Ausgleichschance. Stefan Geier scheitert an Jordan Parise.
Rebek zimmert den Puck ins Netz
Knapp drei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts klingelt es beim KAC-Keeper Travis Scott zum zweiten Mal. Jeremy Rebek hämmert den Puck in Überzahl in die Maschen (17.). Im zweiten Abschnitt gelingt den Salzburgern ein Blitzstart: Jeremy Rebek zieht auf der rechten Seite ins Angriffsdrittel, wartet lange und passt dann ideal auf Adrian Foster (22.).
Der KAC kontert aber sehr schnell. Nur eineinhalb Minuten später steht der Rekordmeister auf dem Scoreboard. Thomas Hundertpfund zieht von links ab und überrascht Jordan Parise im kurzen Eck. Danach entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Es geht hin und her. Dann schwächen sich die Lindwurmstädter selbst und bekommen viele Strafen.
Eine 3:5-Unterzahl der Klagenfurter nützen die Salzburger perfekt: Jeremy Rebek legt auf für Mario Scalzo, der zum 4:1 abzieht (36.). Zwei Minuten vor dem Drittelende passt Scalzo von der linken Seite zur Mitte. Ein KAC-Verteidiger fälscht die Scheibe ins eigene Tor ab (39.).
Swette für Star-Goalie Scott
Im letzten Drittel hütet Rene Swette das KAC-Tor, ein Indiz, dass Coach Manny Viveiros das zweite Match nach 40 Minuten verloren gibt. Ganz geben sich die Klagenfurter dann aber doch nicht geschlagen: David Schuller bezwingt Jordan Parise mit einem satten Handgelenksschuss unter die Querlatte (44.).
Aber der KAC hat nicht mehr die Kraft, dem Spiel eine Wende zu geben. Im Gegenteil: Martin Ulmer lässt in Minute 56 einen KAC-Verteidiger herrlich aussteigen und trifft ins kurze Eck zum 6:2. (56.). Stephane Julien setzt den Schlusspunkt zum 7:2 mit einem Schlagschuss von der blauen Linie (58.).
Schuller kritisiert Mannschaftsleistung
KAC-Crack David Schuller geht nach der Pleite mit seiner Truppe hart ins Gericht: "Nach diesem Spiel können wir nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Da müssen wir harsche Kritik an uns selbst üben. Wir können uns nicht immer nur auf Goalie Travis Scott verlassen. Jeder Spieler muss seinen Teil dazu beitragen, damit das große Ziel erreicht werden kann!"
Salzburgs Trainer Pierre Page ist mit seinem Team zufrieden: "Wir waren heute sehr aggressiv und absolut bereit. Aber wir müssen vorsichtig bleiben, so klar war das Match auch wieder nicht. Normal geht so eine Partie 4:2 aus."
Red Bull Salzburg - KAC 7:2 (2:0,3:1,2:1)
Eisarena Volksgarten, 3.200 (ausverkauft), SR Lesniak, Trilar.
Tore: Julien (5., 58./PP), Rebek (17.), Foster (22.), Scalzo (36./PP, 39.), Ulmer (56.) bzw. Hundertpfund (23.) Schuller (44.).
Strafminuten: 10 bzw. 22
Stand in der Serie: 1:1
Nächstes Spiel: Donnerstag, 19.15 Uhr in Klagenfurt