Sport

Eberharter zu ÖSV-Stars: "Einstellung passt nicht"

Heute Redaktion
13.09.2021, 14:39

Österreichs Ski-Asse kassierten beim Riesentorlauf in Garmisch eine historische Niederlage. Doch was sind die Gründe? Ex-ÖSV-Ass Stephan Eberharter macht sich Gedanken.

Platz 28 von Manuel Feller – eine derartig schlechte Leistung gab es bei einem Riesentorlauf in der ÖSV-Geschichte noch nie. Das ruft auch kritische Stimmen auf den Plan. "Das darf bei einem Riesen-Apparat wie dem ÖSV nicht passieren", meinte etwa ORF-Experte Hans Knauß. Er glaubt: "Vielleicht trainieren wir auch auf zu guten Pisten."

ÖSV-Chefcoach Andreas Puelacher meint: "Vielleicht machen sich die Burschen zu viel Druck." Er stellt klar: "Es wird weiter gekämpft."

Stephan Eberharter glaubt, dass es gerade an dieser Stelle hapert. "Das liegt auch an der Einstellung einiger Läufer", meint er in der "Krone" zur aktuellen Formschwäche. "Talent bringt dich nur bis zu einem gewissen Punkt. Vor allem muss man bereit sein zu bluten, um den Erfolg zu haben."

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In Anspielung auf das umstrittene Rap-Video von Manuel Feller, in dem er mit seinen Kritikern abrechnet, meint Eberharter: "Bei einigen habe ich den Eindruck, dass sie sich zu sehr mit Unfug wie sozialen Medien beschäftigen. Das kann nicht sein."

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? "Natürlich haben andere Nationen aufgeholt", meint der zweifache Gesamtweltcup-Sieger. Nachsatz: "Aber nach wie vor investiert kein Skiverband so viel wie der österreichische, bietet keiner derartige Möglichkeiten. Für diesen enormen Aufwand ist das zu wenig."

Auch die Erfolge der Vergangenheit spielen laut Eberharter eine Rolle: "Einige Jahre lang haben Asse wie Marcel Hirscher oder auch Benni Raich vieles verdeckt. Wenn jetzt im Riesentorlauf Marco Schwarz sein Rennen verhaut, schaut es gleich böse aus. Österreichs Team ist ausgedünnt."

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