Platz vier bei der ersten Skisprung-Entscheidung: Lisa Eder schrammte auf der Normalschanze hauchdünn an einer olympischen Medaille vorbei. Der wohl bitterste Rang machte sich auch emotional bemerkbar. "Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Es war ein schwieriger Tag, ich war sehr nervös. Vierte zu werden nach so einem Tag macht mich eigentlich stolz, aber ich wollte eine Medaille holen", sagte Eder im ORF-Interview.
Vor allem der erste Sprung wurmte die Österreicherin. "Der erste Sprung war richtig schlecht. Dass ich nach so einem Sprung Fünfte war, hat mich selbst überrascht. Ich wollte eine Granate machen, das ist mir aber nicht gelungen", erklärte sie offen.
Der zweite Versuch sei zwar besser gewesen, dennoch habe sie sofort gewusst, dass es nicht reichen würde. "Ich wusste, dass es zu wenig war. Es ist brutal eng, dafür war der Sprung einfach nicht weit genug."
Mit dem Mixed-Bewerb und dem Springen auf der Großschanze hat Eder jedoch noch zwei weitere Chancen auf Edelmetall. Davor will sie sich "erst einmal sammeln und dann wieder voll angreifen".