"Er sagte zu mir..."

Nach Formkrise: ÖSV-Star holte sich Rat von Legende

Trotz Infekt und Formtief greift ÖSV-Läufer Mika Vermeulen am Sonntag bei Olympia an. Dabei sollen ihm Gold-Tipps von Felix Gottwald helfen.
Sport Heute
07.02.2026, 16:30
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Jetzt wird es ernst für Mika Vermeulen. Am Sonntag greift der ÖSV-Langläufer bei den Olympischen Winterspielen 2026 erstmals ins Geschehen ein. Im 20-km-Skiathlon will der 26-Jährige zeigen, dass mit ihm trotz zuletzt schwieriger Wochen zu rechnen ist.

Schon beim Einzug ins Olympische Dorf wurde bei Vermeulen der Schalter umgelegt. Über seinen mentalen Zustand sagt er: "Ich bin schon richtig im Olympiamodus. Also gestern war es ein bisschen so halbbedürftig, wenn man auf der Strecke ist und es ist Schneeregen, es ist richtig grauslich. Aber spätestens mit heute ist die Sonne in Predazzo eingezogen und das Olympia-Feeling ist voll da."

Formschwäche im Weltcup

Dabei reist der Steirer mit einer Vorgeschichte an, die zuletzt nicht nur Höhen kannte. Sportlich war Vermeulen stark in die Saison gestartet, stand gleich zu Beginn auf dem Podest und präsentierte sich in ausgezeichneter Form. Rund um Weihnachten stoppte ihn jedoch ein Infekt, der eine längere Wettkampfpause nach sich zog. Seither arbeitet er an der Rückkehr zur Bestform. Im Weltcup von Oberhof reichte es nur zu Rang 46, zuletzt wurde er beim 20-km-Massenstart im Schweizer Goms 26.

An seiner Zielsetzung hält Vermeulen dennoch fest: "Eine Medaille zu gewinnen, war das Ziel – eine Medaille zu gewinnen, ist das Ziel. Natürlich hat sich die Erwartungshaltung und wie realistisch dieses Ziel vielleicht ist, schon verändert."

Hilfe bekam er in dieser Phase auch von ÖSV-Legende Felix Gottwald. Der dreifache Olympiasieger, der in seiner Karriere insgesamt sieben olympische Medaillen holte, stand Vermeulen zuletzt mehrfach mit Rat zur Seite. Besonders ein Satz blieb hängen. "Es sind Olympische Spiele und keine olympischen Krämpfe", habe Gottwald zu ihm gesagt. Für Vermeulen ein klarer Auftrag, Ruhe zu bewahren. "Ich habe die letzten drei, vier Jahre eigentlich alles so gemacht, wie ich es mir vorgenommen habe. Dass jetzt zwei oder drei Wochen nicht ganz nach Wunsch verlaufen sind, soll hoffentlich auf diese vier Jahre nicht allzu sehr ins Gewicht fallen."

Angst vor der Pizza

Bis zum ersten Wettkampf am Sonntag heißt es für Vermeulen vor allem, cool zu bleiben. Auch abseits der Loipe lauern kleine olympische Versuchungen. "Ich darf beim Buffet im Olympischen Dorf nicht zu viel Pizza essen. Es ist ein bisschen tückisch – sie machen jeden Tag viel Pizza und viel gute Lasagne, da muss man aufpassen", erzählt er mit einem Schmunzeln.

Der Plan bis zum Startschuss ist klar. Gute Trainings, bekannte Abläufe, keine Experimente. "Wenn man anfängt, sporadisch etwas zu ändern oder eine andere Herangehensweise zu suchen, geht das meistens in die Hose", weiß Vermeulen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.02.2026, 16:30
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