Heute (11.30 Uhr) steigt in Cortina das erste Training für die Abfahrt der Damen am Sonntag. Conny Hütter ist Österreichs heißestes Eisen im Kampf um Medaillen. Die 33-jährige Steirerin hat in dieser Saison schon ein Rennen gewonnen. Die Strecke in Cortina liegt ihr: "Ich bin hier, glaube ich, schon zehn Mal gefahren. So etwas bringt ein wenig Gelassenheit."
Für Hütter sind es die vierten Winterspiele. "Olympia jetzt fast vor der Haustüre zu haben, ist extrem cool. Bisher war ich drei Mal dabei, aber das war immer extrem weit weg. Man hat sich nicht zu Hause gefühlt. Das ist in Cortina jetzt anders. Ich weiß, was auf mich zukommt."
Olympia ist für Hütter etwas Besonderes, sie will dabei aber nicht viel anders machen als im Weltcup. "Ich werde jetzt nicht anfangen zu meditieren, weil ich das bisher auch nicht getan habe. Was ich mache, ist, das Geschehen im Voraus gedanklich durchzugehen. Das ist wichtig für den Kopf", meint sie.
Auch während der Saison verbringt Hütter Zeit zu Hause auf dem Bauernhof in Kumberg. "Das bisschen Abstand zum Skifahren tut mir gut. Wir haben zudem drei Hochlandrinderbabys, die brauchen auch ein bisserl Liebe." Hütter selbst braucht Action und Ruhe. "Ich bin 100 Prozent hyperaktiv und 100 Prozent Couch-Potato."