Erster rot-weiß-roter Schreckmoment in Bormio! Daniel Hemetsberger kam am Donnerstag im zweiten Training für die Olympia-Abfahrt am Samstag (11:30 Uhr) schwer zu Sturz.
Beim Aufprall gegen eine Torstange löste sich sogar der Helm des ÖSV-Speedspezialisten, kullerte über die pickelharte Stelvio talwärts, während Hemetsberger am Fangzaun zum Liegen kam. Nach kurzen, bangen Momenten gab der 34-Jährige mit einem Winken in die Kamera Entwarnung: Er war mit dem Schrecken davongekommen.
Daniel Hemetsberger über seinen Sturz
"Ich war Gott sei Dank nicht weg. Ich habe den Sturz miterlebt. Was gut ist, weil mich hat es schon ziemlich auf die Birne gehaut. Wie ich mit dem Gesicht ins Tor rein bin, das war das Blödere. Dabei habe ich den Helm verloren."
Über seinen Fehler: "Idiot, genau gleich wie in Kitzbühel. Das ärgert mich gewaltig."
"Mein Fuß tut mir auch ein bisschen weh. Aber das Gute ist: Ich kann mir das Kreuzband nicht reißen, weil das eh nicht mehr drin ist."
Gezeichnet ist er nach seinem Trainings-Crash dennoch. Das zeigten die Bilder neben FIS-Renndirektor und Weltmeister Hannes Trinkl: Hemetsberger versorgte blutende Wunden im Mundbereich.
Im Lächeln von Trinkl schwang wohl auch eine gehörige Portion Erleichterung mit. Vor etwas mehr als einem Jahr hatten sich auf der Stelvio dramatische Szenen abgespielt: Cyprien Sarrazin verunfallte im Training, zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Der Franzose musste sogar ins künstliche Koma versetzt werden, hat sich über Monate zurück in den Alltag tasten müssen. An ein Comeback war bisher kein Hindenken.
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