Edlinger: Darum schmiss er Peter Pacult raus

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger erklärte bei der Präsentation von Neo-Coach Zoran Barisic auch, wieso er Peter Pacult die Kündigung aussprach.
Diese Frage brennt den Rapid-Fans auf der Zunge: Wieso musste schlussendlich gehen? Denn selbst als Gerüchte um das aufkamen, forderte nur ein kleiner Teil der Westtribüne im Hanappistadion den Abgang des Coaches. Denn in seiner Amtszeit feierte Rapid große Erfolge, wurde einmal Meister, rang zwei Mal Aston Villa nieder und erreichte die Gruppenphase der Europa League.
+++ Peter Pacults legendäre Sprüche +++
So kam es schließlich zur Entlassung: Pacult hatte in der Pressekonferenz nach der 0:2-Niederlage gegen Sturm noch skizziert, wie diese "Weinverkostung" unter Freunden abgelaufen ist (siehe Video rechts). Danach versicherte er Präsident Rudolf Edlinger in einem persönlichen Gespräch, dass die Wechselgerüchte rund um ihn und Red Bull frei erfunden sind.
Pacult heute nicht erreichbar

"Daraufhin haben wir am Sonntag ausgesendet und dementiert. Pacult sagte dann, dass er das so nicht gesagt habe und doch etwas dran sei. Ich habe versucht, ihn anzurufen, ihn aber nicht erreicht. Er hat sich bis jetzt nicht gemeldet", schilderte Edlinger in der heutigen Pressekonferenz, bei der er auch den neuen Coach Zoran Barisic präsentierte. Kontakte zu Red Bull seien laut Edlinger in der aktuellen sportlichen Phase "unmöglich".
Fristlose Kündigung

Der Rapid-Präsident meint, dass er sich von Pacult "hintergangen" fühlt, weshalb der Meistermacher auch fristlos gekündigt wurde. "Sportlicher Misserfolg ist kein Entlassungsgrund. Eine fristlose Entlassung ist ein unglaublich massives Instrument gegen einen Arbeitnehmer, darum muss eine besondere Situation eintreten", erklärte Edlinger. Pacult erhielt die Kündigung mittels E-Mail und eingeschriebenem Brief.

Edlinger schließt nicht aus, dass Pacult die Kündigung vor dem Arbeitsgericht anfechten wird. Der 71-Jährige betont zudem, dass er ihm den Weg freigemacht hätte für einen Wechsel, hätte Pacult das Gespräch gesucht, wie damals Josef Hickersberger, als dieser das Angebot vom ÖFB für den Teamchefposten bekam.



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