Ein Stürmer im Blickfeld und einer im Abseits

Befreiungsschlag in Grün-Weiß! Beim fulminanten 4:2-Heimerfolg über Salzburg legte Rapid endlich die Abschlussschwäche ab. Herausragend: Guido Burgstaller. Der 22-jährige Offensiv-Allrounder erzielte drei herrliche Tore.

Vor dem Hit gegen Salzburg gelangen Rapid aus 129 Schussversuchen 22 Tore. Trefferquote: magere 17,1 Prozent. Und: Nur sechs davon fielen in der Rapid-Viertelstunde. Nach der Gala gegen inferiore Bullen kann Coach Peter Schöttel zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Aus 14 Schüssen machten seine Kicker vier Tore, zwei fielen in den letzten 15 Minuten. Solo- Spitze Burgstaller scorte drei Mal. "Das war ganz wichtig", jubelte der gebürtige Kärntner. "Wir sind in der Tabelle wieder oben dabei, haben auf die Admira aufgeholt."

Mit Burgstallers Formanstieg ging auch die Erfolgskurve Rapids nach oben. Seit fünf Partien sind die Hütteldorfer ungeschlagen.Wermutstropfen: Durch das jetzt erfolgreiche 4-2-3-1- System mit Burgstaller als arbeitenden Stürmer muss Schöttel seine Torjäger Salihi, Nuhiu, Alar und Gartler auf die Bank setzen – unbefriedigend für alle. "Im Winter werden wir wohl ein paar Spieler abgeben", sagt der Coach.

Schwere Zeiten für Austria-Torjäger Roland Linz!

Während Stürmerkollege Nacer Barazite mit sieben Saisontoren glänzt, fristet der 30-jährige Veilchen-Kapitän sein Dasein auf der Ersatzbank. "Dabei kann ich mir nichts vorwerfen. Ich habe ebenso viele Treffer erzielt und gebe auf dem Platz immer alles", grübelt er im Gespräch mit Heute.

Ob der 39-fache Nationalspieler über einen Abgang nachdenkt? "Auf keinen Fall", beteuert Linz. "Das ist zwar eine schwierige Phase für mich, aber ein Wechsel ist kein Thema. Ich gehe davon aus, dass ich bald wieder öfter zum Einsatz komme."

Weil Barazite schon im Winter zu einem internationalen Top-Klub wechseln könnte? "Hoffentlich nicht. Er ist sehr wichtig für uns, und unser Verhältnis ist in Ordnung. Ich habe nichts dagegen, wenn er bis zum Sommer bei uns bleiben würde."

Diplomatisch formuliert, denn der Vertrag von Barazite läuft bis 2013. "Das stimmt, aber seine Leistungen sind beachtlich. Es ist ganz normal, dass für ihn gute Angebote eintreffen. Wenn er eines davon annimmt, wird ihm niemand böse sein."

Klaus Pfeiffer und Gerald Richter

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