Sport

Ein Videobeweis-Fehler entscheidet Meisterschaft

Eine verheerende Fehlentscheidung des Video-Assistenten entscheidet in Australien die Meisterschaft. Schuld soll aber die Technik sein.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:46

Nicht immer ist der Videobeweis im Fußball das Maß aller Dinge, zumindest scheint das in Australien so zu sein. "Obwohl vor dem einzigen Treffer durch Kosta Barbarouses (9.) im Endspiel zwischen den Newcastle Jets und Melbourne Victory gleich drei Spieler im Abseits standen, erklärte Schiedsrichter Jarred Gillett das Tor nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten für gültig. Melbourne gewann das Endspiel dadurch mit 1:0 und sicherte sich seinen vierten A-League-Titel", schreibt das deutsche Onlineportal ran.de.

Wie der australische Fußballverband mitteilte, war ein technisches Versagen der Grund für die Fehlentscheidung des Referees. "Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass dem Video-Assistenten aufgrund eines technischen Fehlers nicht die nötigen Kameraeinstellungen zur Verfügung standen, um die vorliegende Abseitsstellung zu erkennen", hieß es in der Aussendung.

Verärgerter Liga-Chef

Demnach sei die Software des technischen Dienstleisters "Hawkeye", der dem Videoschiedsrichter die Spielbilder innerhalb kürzester Zeit für Überprüfungen zur Verfügung stellen soll, ausgefallen. Als die nötigen Kamerabilder schließlich vorlagen, war die Partie bereits fortgesetzt und das Tor für gültig erklärt worden.

Liga-Chef Greg O'Rourke zeigte sich verärgert. "Wir sind extrem enttäuscht über den Fehler der VAR-Technik. Das ist einmal in dieser Saison passiert, aber zum kritischsten Zeitpunkt." Ziemlich sauer waren aber auch der unterlegene Finaleist und dessen Anhang. (fal/sda)

(20 Minuten)

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