Ein Wiener Bezirk auf Corona-Karte wieder "Rote Zone"

Das alte Sorgenkind Favoriten macht wieder Probleme.
Das alte Sorgenkind Favoriten macht wieder Probleme.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com ("Heute"-Montage)
Auch in Wien steigen die Corona-Zahlen wieder, wenn auch nicht so stark wie im Rest des Landes. Ein Bezirk gilt seit Freitag wieder als Rote Zone.

Der "Wiener Weg" brachte die Inzidenz in der Bundeshauptstadt von 223 auf 124. Seitdem steigen aufgrund der kälteren Jahreszeit aber im ganzen Land die Corona-Zahlen wieder stark an. Auch in Wien kann man diese Entwicklung beobachten, der Anstieg ist aber um einiges flacher. Trotzdem werden die strengeren Maßnahmen – vorerst bis Ende November – verlängert.

Ähnliche Schritten drohen nun dem Rest Österreichs, denn hier ist der Anstieg deutlich dramatischer. Melk etwa weist mittlerweile eine Inzidenz von 650,2 auf, Scheibbs 579,8. Freitagabend will Bundeskanzler Alexander Schallenberg die nächsten Schritte verkünden.

Es wird wohl Verschärfungen geben. Auch das Prognosekonsortium geht davon aus, dass schon nächste Woche die Stufe 2 des Corona-Stufenplans erreicht werden wird.

Rote Zone

Für Wien wird das keinerlei Auswirkungen haben, denn die dadurch in Kraft tretenden Regeln gelten hier bereits jetzt. Trotzdem stiegen die Zahlen in den vergangenen sieben Tagen leicht an, wodurch ein Bezirk wieder "Rote Zone" ist. Dabei handelt es sich um das altbekannte Sorgenkind Favoriten.

Im südlichsten Bezirk ist die Inzidnez mittlerweile sogar auf über 200 gestiegen. Zwischen 150 und 200 liegt sie am Freitag in deutlich mehr Bezirken als noch vergangene Woche: Leopoldstadt, Simmering, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, Döbling und Floridsdorf.

Test-Staatsmeister

Besonders niedrig (zwischen 20 und 50) ist die 7-Tages-Inzidenz in Wieden und Mariahilf, die restlichen Bezirke bilden mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 das Mittelfeld.

Die höheren Zahlen könnten aber auch mit dem deutlich höheren Testaufgebot zu tun haben. In Wien gab es im Oktober bisher rund 130.000 PCR-Tests pro 100.000 Einwohner, am zweitmeisten waren es in Salzburg mit 16.000. Wien testet dafür beinahe überhaupt nicht mit Schnelltests. 

Zahl der PCR- und Antigen-Tests im Oktober auf 100.000 Einwohner gerechnet.
Zahl der PCR- und Antigen-Tests im Oktober auf 100.000 Einwohner gerechnet.Corona-Kommission
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