Eine 12-Jährige hebt ab: Superadlerin aus 1. Bezirk

Meghann Wadsak (12) wohnt nur einen Schneeballwurf vom Stephandsdom entfernt. Die Siegerin der Vierschanzen-Tournee für Kinder liebt das Fliegen: "In der Luft denke ich an nichts."
Die gelben Sprungski passen nur mit Mühe in den Lift. Die Nachbarn der Familie Wadsak in der Postgasse im ersten Bezirk kennen den Anblick. Meghann ist ein Skisprung-Rohdiamant. Sie gewann die Vierschanzen-Tournee für Kinder, flog im Sommer beim Austria Cup allen davon.

„73 Meter ist meine Bestweite", erzählt sie „Heute". Für alle Wiener: Das ist die Höhe des Ringturms. „100 Meter möchte ich einmal fliegen. Ich finde es einfach cool, wenn ich in der Luft bin."

Eine „Super-Adlerin" aus dem 1. Bezirk? Kurios, aber nicht neu. Skispringen hat Tradition in Wien. Die letzte Schanze stand auf der Himmelhofwiese, brannte 1980 ab. Christian Moser, bei Olympia 1994 Dritter, gründete 2005 die „Wiener Stadtadler". Seitdem werden Kinder und Jugendliche trainiert. Mit Erfolg: Vier Ex-Stadtadler feilen aktuell in den Skisprung-Schmieden Stams und Saalfelden an der Profi-Karriere.

So weit denkt Meghann nicht. Auf die Schanze kam sie per Zufall. Die Mama schenkte dem Papa zum 30er einen Skisprung-Kurs. Der „Adler-Virus" infizierte die Wadsaks. Alle drei Brüder springen, Thomas sogar 125 Meter – so hoch ist der Stephansdom.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Meghann schaut bei der Tournee Stefan Kraft am Fernseher auf die Flügel, ihre Saison startet am 11. Jänner. Trainer Moritz Inkofer schwärmt: „Meggi hat ein Gefühl für die Luft. Das zählt, denn Skispringer sind zu 80 Prozent in der Luft." Meghann quittiert das mit einem Schmunzeln. „Bin ich in der Luft, denke ich an nichts."



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