Großer Applaus für kreative Talente: Das Wiener Hilfswerk hat die Gewinner seines 24. österreichweiten Kreativwettbewerbs für Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Prechtlsaal der Technischen Universität Wien statt. Mit dabei waren Stadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) und TU-Rektor Jens Schneider.
Unter dem Motto "Eine neue Welt" konnten künstlerisch aktive Menschen mit Behinderungen Bilder, Collagen, Skulpturen und Installationen einreichen. Insgesamt beteiligten sich heuer 160 Teilnehmer aus ganz Österreich. 117 Kunstwerke wurden Anfang Mai im SkyDome des Wiener Hilfswerks ausgestellt. Mehr als 200 Gäste besuchten die Preisverleihung. Für die musikalische Umrahmung sorgte die steirische Band "Mundwerk".
"Kunst schafft Freiräume, in denen wir Zukunft neu denken können. Die Künstler*innen dieses Wettbewerbs fordern uns heraus, vertraute Blickwinkel zu verlassen, eröffnen neue Perspektiven und zeigen, wie Vielfalt zur Stärke unserer Gesellschaft wird. Gerade darin liegt die gesellschaftliche Kraft von inklusiver Kunst: Diese künstlerischen Visionen und Entwürfe sind inspirierend und geben Orientierung für das Zusammenleben von morgen", so Kaup-Hasler.
Der Wettbewerb stellte heuer Perspektiven in den Mittelpunkt, die im Alltag oft zu wenig Beachtung finden. Die eingereichten Werke beschäftigten sich mit Zukunftsvisionen, gesellschaftlichen Herausforderungen und neuen Blickwinkeln auf das Zusammenleben.
Die Jury zeichnete Florian Lattenmayer mit seinem Werk "Paradies", Astrid Büchler für "Picknick im Grünen" sowie Bennu Ceren Cevik für "Moderne Siedlung" aus. Die prämierten Arbeiten überzeugten laut Jury durch kreative Eigenständigkeit, Ausdruckskraft und unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten.
"Kunst und Kultur müssen für alle Menschen zugänglich sein. Unser Kreativwettbewerb inspiriert seit 24 Jahren Menschen mit Behinderungen, ihre Talente und Sichtweisen einem breiten Publikum zu präsentieren", so Karin Praniess-Kastner, Präsidentin des Wiener Hilfswerks. "Die diesjährigen Arbeiten zum Motto 'Eine neue Welt' zeigen eindrucksvoll, wie Kunst neue Perspektiven eröffnen und Denkräume schaffen kann - bis hin zu mutigen Utopien für unsere Gesellschaft."