Nach mehreren Hundstagen brachte der Freitagabend (1. Juli) endlich ein wenig Abkühlung in Form von Gewittern – mehr dazu hier.
Ein Unwetter mit starken Sturmböen und teils massivem Platzregen zog durch das gesamte Bundesland. Binnen kürzester Zeit liefen die Telefone der Feuerwehr-Alarmzentralen heiß: Bis Samstagmorgen (8.00 Uhr, Anm. viele Schäden werden in der Regel auch erst später bemerkt und alarmiert) mussten die nö. Florianis zu mehr als 180 Einsätzen – darunter entwurzelte Bäume, aber auch loses Material auf Baustellen und Auspumparbeiten – ausrücken.
Besonders betroffen waren die Bezirke Krems, St. Pölten und Baden.
In Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) musste die Feuerwehr beispielsweise Sicherungsarbeiten an einem Baugerüst im Bereich einer Baustelle durchführen. Material hatte sich gelöst. Auch ein entwurzelter Baum musste weggeräumt werden.
Im Bezirk Baden mussten Äste, die auf parkende Autos gestürzt waren, beseitigt werden. Mehrere Bäume fielen zudem auf Stromleitungen, auch hier rückte die Feuerwehr aus.
In Wolkersdorf im Weinviertel (Bezirk Mistelbach) stürzten ebenfalls Bäume um, im Industriegebiet hatten sich zudem große Metall-Werbeplatten auf einem hohen Turm gelöst und drohten herunterzustürzen.
In Neulengbach (St. Pölten) wiederum, rückte die Feuerwehr zu einem Einfamilienhaus aus. "Bei einem Haus drohte sich ein Blech zu lösen. Dieses wurde mit Schrauben und Beilagscheiben wieder fixiert", berichten die Florianis.
Im St. Pöltener Landhaustunnel musste die Feuerwehr Regenwasser abpumpen, der plötzliche Platzregen hatte die Straße geflutet.
Nach dem Unwetter ist aber vor der neuen Hitzewelle – die Temperaturen steigen nach der frischen Abkühlung in der Nacht auf Samstag wieder massiv an.