Schluss mit Einweg-E-Zigaretten in Deutschland: Der deutsche Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat angekündigt, noch heuer ein Gesetz zum Verbot der beliebten Wegwerf-Vapes vorzulegen. Die Geräte sollen dann nicht mehr verkauft werden dürfen.
Der Grund für das geplante Verbot: Die Einweg-Dampfer landen viel zu oft im Hausmüll oder im Gelben Sack statt im Elektroschrott. Das hat gefährliche Konsequenzen - die Lithium-Akkus in den Geräten lösen Brände in Müllentsorgungsanlagen aus.
"Sie seien eine Gefahr für Leib und Leben der Beschäftigten und auch eine Gefahr für den Recyclingstandort Deutschland", erklärte der Minister nach einem Treffen mit den Länder-Umweltministern in Leipzig, wie heise.de berichtet.
Das Geschäft mit E-Zigaretten boomt: 2025 stieg der legale Umsatz in Deutschland um rund ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro. Die Dampfer enthalten zwar weniger Schadstoffe als herkömmliche Zigaretten, doch Mediziner warnen dennoch vor Gesundheitsrisiken - Nikotin macht süchtig.
Ein kleiner Trost für Umweltbewusste: Ab Juli können Verbraucher in Deutschland E-Zigaretten überall dort zurückgeben, wo sie verkauft werden. Neben Einweggeräten gibt es auch Modelle mit wiederaufladbarem Akku und nachfüllbarem Liquid - diese sind vom geplanten Verbot nicht betroffen.