Lithium-Akkus stecken längst in vielen Alltagsprodukten - oft unbemerkt. Man findet sie in Handys und Laptops, aber auch in elektronischen Grußkarten, blinkenden Kinderschuhen oder Einweg-E-Zigaretten.
Genau das wird zunehmend zum Problem: Viele dieser Akkus landen im Restmüll. Die Folge sind gefährliche Brände in Müllfahrzeugen und Entsorgungsbetrieben. Laut Umweltministerium wurden allein im Jahr 2025 insgesamt 36 schwere Brände gezählt - häufig ausgelöst durch falsch entsorgte Batterien.
Umweltminister Norbert Totschnig schlägt nun Alarm: "Das ist eine besorgniserregende Entwicklung." Brände bei der Müllentsorgung seien längst keine Einzelfälle mehr, Totschnig sieht darin "ein ernst zu nehmendes Problem".
Jetzt soll eine neue Kampagne gegensteuern. Unter dem Motto "Her mit Leer II" will man die Bevölkerung stärker sensibilisieren. "Mit der steigenden Nutzung wächst auch die Verantwortung", so Totschnig. Die Aktion wird gemeinsam mit der Wirtschaft, Gemeinden und der Elektrobranche umgesetzt.
Die richtige Entsorgung ist dabei einfach: Alte Lithium-Akkus können österreichweit in rund 2.000 Altstoffsammelzentren abgegeben werden. Auch der Elektrohandel nimmt Batterien zurück -selbst, wenn sie dort nicht gekauft wurden.
Fakt ist: Ein kleiner Akku im Müll kann große Schäden anrichten - und im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden.