Der Wonnemonat Mai könnte heuer seinem "Spitznamen" nur teilweise gerecht werden. Denn aktuelle Langfristmodelle zeigen klar: Der Mai 2026 sollte zu warm, zu wechselhaft - und womöglich auch gefährlich werden.
Das amerikanische CFSv2-Modell berechnet für den Mai 2026 eine Abweichung von +1,5 bis +2,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Das sei "kein Ausreißer - das ist ein Trend", berichtet der deutsche Wetterdienst Meteored und stellt dazu die Frage: "Wonnemonat oder Wettermonster?"
Neben der Wärme könnte der heurige Mai aber noch etwas anderes mitbringen: jede Menge Niederschlag. Klingt harmlos, kann aber schnell unangenehm werden. Denn statt ruhigem Regen drohen kräftige Gewitter, Starkregen und stürmische Böen, so die Meteorologen.
Gerade die erste Monatshälfte könnte sich als tückisch erweisen. Kaltluft aus dem Norden kann immer wieder nach Mitteleuropa vorstoßen und auf warme Luft aus dem Süden treffen. Diese Mischung sorgt für Spannung in der Atmosphäre - im wahrsten Sinn des Wortes.
Erst ab etwa dem 20. Mai steigen die Chancen auf stabile, frühsommerliche Tage mit Temperaturen über 25 Grad. Bis dahin heißt es: lieber noch eine Jacke griffbereit halten.
Experten warnen zudem vor erhöhter Unwettergefahr. Warme, feuchte Luft trifft auf kühlere Strömungen - ideale Bedingungen für heftige Gewitter. Lokal kann es dabei zu Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen.
Besonders schwierig: Solche Unwetter treten oft sehr kleinräumig auf. Während es an einem Ort sonnig bleibt, kann wenige Kilometer weiter bereits Chaos herrschen.
Wer im Mai Veranstaltungen plant, sollte deshalb flexibel bleiben und einen Plan B haben. Denn die Wetterlage gilt schon jetzt als unberechenbar. Fakt ist: Auch der Mai macht, was er will - und heuer könnte er dabei ordentlich übertreiben.