Heftige Unwetter haben in unserem Lieblings-Urlaubsland Italien dramatische Folgen hervorgerufen: In der Region Apulien kamen zwei Menschen durch starke Windböen ums Leben.
Im Badeort Bisceglie nördlich von Bari wurde die 12-jährige Schülerin Alicia Amoruso von einer umstürzenden Kiefer erschlagen. Auch in Tarent endete der Sturm tödlich: Ein 38-jähriger Arbeiter wurde von einem umstürzenden Lichtmast erfasst.
Derzeit gilt für gleich elf Regionen eine gelbe Wetterwarnung, darunter Toskana, Sizilien und Apulien. Einsatzkräfte stehen im Dauereinsatz, zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Gegenstände durch die Luft geschleudert.
Auch der Verkehr ist massiv betroffen: Flüge mussten umgeleitet werden, Straßen sind durch umgestürzte Bäume blockiert.
Neben den Todesopfern gab es weitere schwere Zwischenfälle. Ein 64-jähriger Arbeiter wurde schwer verletzt, nachdem ihn herabfallende Teile getroffen hatten. Insgesamt richteten die Unwetter große Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und in der Landwirtschaft an.
Ausgelöst wurde die Lage durch ein Tiefdruckgebiet, das starke Winde in den Süden Italiens bringt. Wetter-Experten erwarten, dass sich die Situation nur langsam beruhigt - Regen und Gewitter bleiben vorerst.
Erst vor wenigen Tagen war nach einem Erdrutsch in Süditalien der Notstand ausgerufen worden. Die Regierung stellte dafür erste Millionenhilfen bereit. Fakt ist: Nach frühlingshaften Tagen zeigt das Wetter jetzt seine gefährliche Seite - und sorgt für bange Stunden in Italien.
Klima-Erwärmung in Italien besonders heftig
Italien ist vom Klimawandel besonders stark betroffen - sowohl durch seine geografische Lage im Mittelmeerraum als auch durch die Bevölkerungs- und Tourismusdichte in vielen gefährdeten Regionen.