Wer zu Ostern ein paar Tage ans Mittelmeer reisen will, sollte heuer genau hinschauen. In mehreren beliebten Urlaubsländern spitzt sich die Wetterlage derzeit dramatisch zu. In Teilen von Italien, Griechenland, Kroatien und der Türkei gilt bereits die höchste Warnstufe Rot.
Besonders heftig trifft es derzeit die kroatische Adriaküste. Dort warnen Meteorologen vor extremen Stürmen mit Böen von bis zu 175 km/h. Vor allem im Velebit-Kanal droht Lebensgefahr - auch Infrastruktur und Gebäude könnten schwer beschädigt werden. Für die Region rund um Rijeka werden Stromausfälle und massive Verkehrsprobleme erwartet.
Auch in Italien bleibt die Lage angespannt. An der Adriaküste, etwa in den Abruzzen, kommen zu Sturm auch Schnee und Eis dazu. Die Warnstufe Rot gilt dort vorerst bis Donnerstagabend ab etwa 700 Metern Seehöhe. Auch Süditalien wird derzeit von massiven Regenfällen heimgesucht.
In Griechenland sorgt hingegen Dauerregen für Probleme. Vor allem auf dem Peloponnes drohen Überschwemmungen und Sturzfluten. Laut Wetterdienst besteht teils erhebliche Lebensgefahr. Auch in Athen und auf Kreta kann es kritisch werden. Lokal könnten bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.
Die beliebte Ferieninsel Zypern kommt vergleichsweise glimpflich davon, doch auch dort bleibt das Wetter wechselhaft mit Regen und Wind.
Auf den Urlaubsinseln Mallorca und Menorca ist die Lage weniger dramatisch, dennoch warnen die Behörden vor hohen Wellen. Teilweise können diese bis zu elf Meter erreichen. Im Laufe des Osterwochenendes zieht das Unwetter dann weiter Richtung Norden. Bereits am Karsamstag wird auch in Skandinavien stürmisches Wetter mit Schneefällen erwartet.
Extremwetter und Erderwärmung
Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut UN-Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver. Das heißt: Niederschläge und Stürme werden stärker, Hitzewellen heißer und Dürren trockener.