Demo am 2. April in Wien

Baustart für S1 – Massive Proteste von Umweltschützern

Der Bau der umstrittenen S1 ist angelaufen. Derzeit werden "Vorarbeiten" durchgeführt, so die Asfinag zu "Heute". Umweltschützer protestieren.
Bernd Watzka
01.04.2026, 15:47
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Die Vorarbeiten für den S1-Abschnitt zwischen den Knoten Schwechat und Süßenbrunn haben am Montag (30.3.) begonnen, wie die Asfinag am Mittwoch gegenüber "Heute" bestätigte. Derzeit werden "Einrichtungsarbeiten" für ein Baustellenverkehrs-Monitoring durchgeführt, heißt es weiter. Die Trasse selbst soll laut Asfinag erst 2027 gebaut werden.

Kritik von Umweltschützern

Naturschutzorganisation WWF kritisierte den "sündteuren Irrweg". Das "Durchboxen" der Lobau-Autobahn gegen alle Bedenken sei "fahrlässig und zukunftsvergessen". "Die Umwelt- und Gesundheitsrisiken sowie die Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen die Lobau-Autobahn", sagt Simon Pories vom WWF.

Die Klimabewegung, allen voran "Fridays For Future", Global 2000, "Lobau bleibt", Greenpeace Österreich und "System Change" kündigten einen ersten Protest für Donnerstag, 2. April (9 Uhr) vor dem Verkehrsministerium in Wien an.

Greenpeace-Aktivisten imt einem Sackgassenschild am Ende der Trasse der geplanten Lobau-Autobahn.
Mitja Kobal - Greenpeace

"In die falsche Richtung"

"Es ist absurd, dass Verkehrsminister Hanke an dem Projekt festhält, während Recht und Wissenschaft dagegen sprechen. Wir rasen auf direktem Weg in die Erderhitzung, doch statt verantwortungsvoll alle Weichen Richtung nachhaltiger Verkehrskonzepte zu stellen, beschleunigt Minister Hanke bewusst das Tempo in die falsche Richtung", so "Fridays For Future" in einer Aussendung.

"Brett vor dem Kopf"

"Wer in Zeiten wie diesen glaubt, dass neue Autobahnen die Antwort sind, hat nichts anderes als ein Brett vorm Kopf," kritisiert Lena Schilling, Europa-Abgeordnete der Grünen. Das Lobau-Projekt sei ein "fossiles Milliardengrab".

Europäischer Gerichtshof prüft derzeit

Der Lobau-Tunnel hat - als geplanter Teil der S1 - noch keine Bau-Freigabe, da noch Verfahren anhängig sind. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft derzeit, ob eine Strategische Umweltprüfung (SUP) hätte durchgeführt werden müssen. Lautet die Antwort Ja, darf die Asfinag nicht tätig werden. Der Bau wäre dann rechtswidrig.

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