Ein gewaltiger Sandsturm, ein sogenannter "Haboob", fegte am Montag von Westalgerien über die Sahara nach Mauretanien, Marokko, in die Westsahara und auf die Kanarischen Inseln. Der Staub erstreckte sich über mehr als 1.600 Kilometer - und fasziniert seitdem weltweit Hunderttausende Menschen.
Während Meteorologen den Staubsturm aus dem Weltraum mithilfe von Wettersatelliten beobachteten, hielten Nutzer sozialer Medien das herannahende Unwetter mit ihren Kameras fest. Videos zeigen eine gigantische Wand aus Staub und Sand, die über ganze Länder hinwegzog.
Obwohl der aktuelle "Haboob" nicht bis zur Küste vordrang, könnten ab Mai des Jahres erhebliche Mengen Staub aus Afrika über den Atlantik nach Westen verdriftet werden. Dies kann wiederum die Entstehung tropischer Stürme hemmen, da die staubige Luft 50 Prozent weniger Feuchtigkeit enthält als tropische Atmosphäre, sagen Meteorologen vom US-Dienst AccuWeather.
Die Kombination aus Klimakrise und Landnutzung führt dazu, dass Sandstürme häufiger, intensiver und großräumiger auftreten. Die Erderwärmung verstärkt in vielen Regionen der Erde die Austrocknung von Böden, weil Hitzeperioden länger und intensiver werden.
Durch fehlende Vegetation können Winde leichter große Mengen Staub und Sand aufnehmen. Gleichzeitig verändern sich Windmuster - dies beeinflusst Häufigkeit und Stärke von Sandstürmen.