Lebensgefährliche Eisflächen haben in mehreren deutschen Bundesländern dramatische Rettungsaktionen ausgelöst: Mehrere Menschen und ein Hund brachen in Gewässer ein, weil das Eis zu dünn war.
In Schleswig-Holstein konnte ein zwölfjähriges Mädchen in letzter Sekunde aus einem See gerettet werden, wie die Polizei in Ratzeburg am Donnerstag berichtete. Das Kind war in Mölln mit seinem Hund an einer Anlegestelle unterwegs, als beide auf das Eis gerieten.
Die Fläche hielt nicht – Mädchen und Tier brachen ein. Weil die Zwölfjährige nicht schwimmen konnte, schrie sie um Hilfe. Ein Mann zog das bereits fast vollständig unter Wasser geratene Kind aus dem See. Das Mädchen wurde mit Unterkühlung ins Spital gebracht. Für den Hund kam jedoch jede Hilfe zu spät – er konnte nicht gerettet werden.
Auch am Bodensee kam es zu einem gefährlichen Einbruch ins Eis. In der Hegner Bucht fiel zunächst eine Person in rund 90 Zentimeter tiefes Wasser, teilte die Polizei in Konstanz am Mittwochabend mit.
Passanten und eine Fußstreife der Wasserschutzpolizei Reichenau eilten zur Hilfe. Während der Rettung brach auch ein Helfer ein. Beide konnten aus dem etwa -3 Grad kalten Wasser gerettet werden und kamen ebenfalls mit Unterkühlungen ins Spital.