Drama in Crans-Montana

"Sie sind tot!" – Kommandant schildert Brand-Horror

Feuerwehrchef David Vocat schildert in der SRF-"Rundschau" die dramatischen Szenen in der Todesnacht von Crans-Montana – und kämpft mit den Tränen.
Newsdesk Heute
08.01.2026, 11:07
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Die Brandkatastrophe in Crans-Montana, die in der Silvesternacht Dutzende Todesopfer gefordert hatte, beschäftigt die Behörden nach wie vor. Im Schweizer Fernsehen äußerte sich nun Feuerwehrkommandant David Vocat. Gegenüber dem SRF-Format "Rundschau" schildert er die dramatischen Ereignisse der Todesnacht.

Die Alarmierung erfolgte um 1.35 Uhr. Wenige Minuten vorher freute man sich auf der Feuerwache noch, dass alles gut gegangen sei. Weil es auch eineinhalb Stunden nach dem Jahreswechsel keine Alarmierung gab, wollten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute eigentlich schon Schluss machen. Doch dann kam die Alarmierung. Im "Le Constellation" sei es zu einer Explosion gekommen.

Einsatzkräften bot sich schrecklicher Anblick

Vocat ist seit elf Jahren Feuerwehrkommandant und war einer der ersten vor Ort. "Als ich ankam, schrien die Leute: 'Wohin sollen wir sie bringen? Sie sind tot! Man muss sie behandeln! Man muss sie retten!'", schildert er dem SRF.

Weil keine andere Möglichkeit bestand, wurden die Verletzten in eine Bar gegenüber gebracht – wo zuvor noch Gäste feierten. "Wir wussten nicht, wohin sonst", so Vocat. Besonders tragisch: Helfer mussten die Opfer mit Terrassenmöbeln in Sicherheit bringen. "Das haben sie großartig gemacht. Junge Menschen haben andere junge Menschen gerettet."

Einsatz wirkt nach

Vocat zeigt sich gezeichnet von der Nacht: "Ich schlafe nicht viel", sagt er. Doch als Chef wolle er stark bleiben – für sein Team, das Schreckliches erlebt hat. Über die Einsatztaktik spricht er nicht. Aber über das Schwerste an diesem Einsatz schon: "Es ist hart, jemanden liegen zu lassen und sagen zu müssen: 'Es ist zu spät. Wir müssen jetzt die retten, die noch leben.'"

Laut "20 Minuten" war der schnelle Einsatz der Feuerwehr in der Silvesternacht eine Ausnahme. Üblicherweise hätte man mit Ressourcen- und Personalmangel zu kämpfen. Dass zwölf Einsatzkräfte auf der Wache gewesen seien, sei der Silvesternacht geschuldet. Im Normalfall könne man nicht so schnell zur Stelle sein, heißt es.

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