Rund 50 km von der österreichischen Grenze entfernt kämpfen die österreichischen Eishockeyspieler bei der B-WM in Ljubljana um den Aufstieg. Das Interesse der rot-weiß-roten Fans ist allerdings gering. Bei den wenigen, die nach Slowenien gereist sind, bedankten sich Verband und Mannschaft am spielfreien Dienstag auf besondere Weise: Der Verband spendete Freibier, alle Spieler schrieben Autogramme und standen für Fotos zur Verfügung.
Nur etwa 200 Anhänger haben das Team am Sonntagnachmittag in der Auftaktpartie gegen die Ukraine unterstützt, am Montag gegen Großbritannien halbierte sich die Fangemeinde. Rund 50 kamen am Dienstag zu Bier und Autogrammen und verabschiedeten die Mannschaft danach mit Applaus.
Nur wenige Fans
Dass nur so wenige Fans dabei sind, ist für ÖEHV-Teamkapitän Giuseppe Mion ein Zeichen. "Früher waren doppelt so viele dabei. Eishockey ist in Österreich nicht eine Einheit, in anderen Ländern ist das Nationalteam das Aushängeschild." In Österreich gab es zuletzt aber viele Negativmeldungen. Einerseits sportlich mit dem regelmäßigen Abstiegen aus der A-Gruppe, atmosphärisch mit Kritik von Spielerseite und Absagen für Weltmeisterschaften.
"Es fehlt an positiver Stimmung. Zudem sind wir keine beständige A-Nation mehr, da sind wahrscheinlich einige enttäuscht. Umso mehr Freude haben wir, dass diese Leute hier sind", sagte Mion.