Die queere Eishockey-Liebesgeschichte "Heated Rivalry" ist inzwischen zu einem echten Phänomen geworden. Innerhalb von weniger als zwei Monaten hat die HBO-Produktion Millionen Menschen begeistert.
Die Hauptdarsteller Hudson Williams (24) und Connor Storrie (25) sind über Nacht zu Superstars geworden. Sogar Promis wie Pedro Pascal (50), Andy Cohen (57) und Oprah Winfrey (71) zählen zu den Fans der Serie.
Für einen Zuschauer hatte "Heated Rivalry" eine ganz besondere Bedeutung: Jesse Kortuem, ehemaliger Amateur-Eishockeyspieler, ließ diese Woche wissen, dass ihn die Serie dazu bewegt hat, sich öffentlich als schwul zu outen. Bis dahin hatte er seine Sexualität nur mit seiner Familie und engen Freunden geteilt.
In einem Statement, das am Dienstag im Magazin "Out" veröffentlicht wurde, schildert Jesse Kortuem, wie er als einer von vier Brüdern in einer Hockey-Familie in Minnesota aufgewachsen ist. Schon früh fühlte er sich anders, konnte sich mit seinem Umfeld nicht komplett identifizieren. Besonders groß war die Angst, dass seine Identität und seine Karriere als Eishockeyspieler nicht zusammenpassen könnten.
"Obwohl ich in meinem privaten Umfeld bereits bei vielen Menschen geoutet war, konnte ich mich nicht dazu überwinden, in meinem erwachsenen Hockeyteam offen zu sein", schreibt er. "Nach außen war ich weiterhin ein Top-Spieler. Innerlich war ich immer noch dieser Junge aus Minnesota, der sich versteckte".
Wie viele andere nicht geoutete Sportler hatte auch er Angst, dass ein Coming-out alles verändern würde. Die Reaktion seiner Mitspieler könnte das Team in ein anderes Licht rücken – als "das Team mit dem schwulen Spieler". Deshalb hat er das Risiko nie gewagt.
Weiter erklärt Jesse Kortuem, dass der Erfolg von "Heated Rivalry" viele schwule und nicht geoutete Männer im Eishockey emotional berührt. "Ich hätte mir nie vorstellen können, dass aus einem so maskulinen Sport etwas derart Positives und Liebevolles entstehen könnte", so Kortuem.
In den sozialen Medien war die Anteilnahme riesig. Zahlreiche Menschen bedankten sich bei Jesse und zeigten ihre Unterstützung. "Danke, dass du das geteilt hast. Das wird noch mehr Menschen inspirieren!", schreibt ein User. Eine andere Nutzerin meint: "Ich bin stolz auf dich, König."