Manuel Feller konnte im ersten Durchgang des Slalom-Klassikers in Wengen nicht an seine starke Leistung aus der Vorwoche in Adelboden anknüpfen. Mit 1,51 Sekunden Rückstand auf den Führenden Atle Lie McGrath hat der ÖSV-Star im zweiten Durchgang kaum mehr eine Chance, noch aufs Podest zu fahren – und ist dennoch als bester Österreicher Siebenter.
Im Mittelpunkt stand die Kurssetzung: ÖSV-Techniktrainer Martin Kroisleitner setzte den ersten Lauf und versuchte, ihn im Gegensatz zu den vorherigen Rennen anspruchsvoller zu gestalten. Bereits vor dem Rennen beschwerte sich Star Henrik Kristoffersen deshalb über die drehenden und unrhythmischen Tore. Im Gegensatz zu einigen anderen Fahrern kam er aber mit dem Kurs vergleichsweise gut zurecht: Der Norweger liegt mit einem Rückstand von 0,40 Sekunden ex aequo mit Loic Meillard auf dem zweiten Platz.
Der Kurs, gepaart mit schlechten Pistenverhältnissen, wurde einigen Athleten zum Verhängnis. Hinter den Top 10 fielen gleich vier Fahrer hintereinander aus: Steven Amiez, Eduard Hallberg, Tanguy Nef und Dave Ryding. Auch der Bulgare Albert Popov erreichte das Ziel nicht.
Die Österreicher: Michael Matt (9., +1,88) fuhr in die Top 10, hat aber wie Feller auch bereits einen großen Rückstand. Fabio Gstrein liegt als Elfter exakt zwei Sekunden zurück. Nicht ins Ziel schaffte es Dominik Raschner. Der 31-Jährige war am Weg zu einem super Lauf, nahm zu viel Risiko und schied nach der zweiten Zwischenzeit aus.