Der aktuelle Döner-Skandal spitzt sich weiter zu. Nach dem Rückruf Salmonellen-belasteter Kebab-Spieße ist nun klar: Das Fleisch wurde nicht nur ausgeliefert – es dürfte auch bereits bei Kunden auf dem Teller gelandet sein. Ausgerechnet in einem Lokal in Wien-Hernals flog der Fall bei einer Kontrolle auf.
Dort entdeckte das Marktamt Salmonellen in einem Hühner-Spieß. Der Fund löste sofort Alarm aus – denn rasch wurde klar, dass es sich nicht um einen Einzelfall handeln kann. Der betroffene Lieferant versorgt mehrere Dönerläden in Wien und Wiener Umgebung.
Besonders heikel: Wie viele Lokale und damit auch wie viele Kunden tatsächlich betroffen sind, ist derzeit völlig unklar. Laut "Heute"-Nachfrage im Fleisch-Betrieb wird das aktuell erst erhoben. Der Überblick fehlt also noch – mitten im laufenden Rückruf.
Klar ist nur: Die betroffene Charge wurde ausgeliefert und zum Teil wohl auch verarbeitet. Damit besteht die reale Gefahr, dass zahlreiche Wiener bereits Döner mit Salmonellen gegessen haben.
Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen als bisher bekannt. Der betroffene Döner-Spieß wurde laut Betrieb nicht geliefert, sondern selbst abgeholt. Daher schließt man nicht aus, dass die Verunreinigung auch beim Transport passiert sein könnte.
Konkret geht es um den "Vatan Döner 7 Kg Tiefkühl", Charge 008/2026. Der Händler Intergast fordert alle Abnehmer auf, die Ware sofort zurückzugeben. Gleichzeitig wird versucht, sämtliche Lieferwege nachzuvollziehen.
Wie es überhaupt zu der Verunreinigung kommen konnte, ist weiter offen. Ob die Keime schon in der Produktion entstanden sind oder erst bei Lagerung und Verarbeitung in den Lokalen, wird jetzt untersucht. Der Betrieb rechnet erst in rund zwei Wochen mit ersten Ergebnissen. Für viele bleibt jetzt ein mulmiges Gefühl – denn der Gift-Döner war wohl längst auf den Tellern.