In einem Kindergarten an der Zürcher Goldküste herrschte große Aufregung, mit der sich schlussendlich auch die Justiz befassen musste. Der Grund ist ein Kartenspiel, das seinen Ursprung bereits im 19. Jahrhundert haben soll. Die Rede ist von "Schwarzer Peter".
Ein dunkelhäutiger Kindergartenassistent fühlte sich davon rassistisch angegriffen und zeigte die zuständige Pädagogin an. Der Fall geht bereits auf den Oktober 2024 zurück, berichtete "Weltwoche". Damals ließ die Kindergartenpädagogin den Assistenten das Spiel mit den Kindern spielen.
Dieser kannte die Regeln nicht. Als ihm die Kinder erklärten, dass derjenige verliere, der am Ende den "Schwarzen Peter" in der Hand hält, war das Drama perfekt. Der Mann ging zur Leitung der Einrichtung und dann – Anfang 2025 – sogar zur Polizei.
Schlussendlich verlangte er von der Pädagogin 8.000 Franken (knapp 8.650 Euro) Schadenersatz. Zudem warf der Assistent der Frau vor, während des Spiels rassistische Äußerungen getätigt zu haben.
Die Beschuldigte sah dies anders. Gegenüber "Blick" beteuerte sie, niemanden diskriminiert zu haben. Des Weiteren berichtete die gebürtige Deutsche von Problemen aufgrund der Anzeige. So sei ihr Einbürgerungsverfahren eingestellt worden, des Weiteren habe ihr Ruf gelitten.
Schlussendlich wurde das Verfahren eingestellt, da der Mann im Frühling 2026 keine Aussage bei der Staatsanwaltschaft machen wollte. Dennoch fühlt sich die Pädagogin hintergangen. Niemand habe das Gespräch mit ihr gesucht. Sie habe bereits mehrere Verantwortliche wegen Amtsmissbrauch angezeigt.
Der Assistent hingegen behauptete gegenüber "Blick", das Gespräch mit der Frau gesucht zu haben. Es sei nur nie dazu gekommen. Zudem gab er an, die Figur auf dem Kartenspiel als schwarze Person wahrgenommen zu haben.