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EL-Quali: Austria vor leeren Rängen, Rapid spielt au...

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:11

Heute steigen die Wiener Bundesligaklubs in die Qualifikation für Europa League ein. Rapid bekommt es auswärts mit Suduva Marijampole aus Litauen zu tun. Auf die Austria wartet ein "Geisterspiel" gegen den bosnischen Meister Sikori Brijeg.

Mag sein, dass Marijampole nicht Manchester ist, vom Selbstvertrauen her sehen sich die Litauer gegen die Grün-Weißen aber keineswegs als Underdog. "Wir haben keine Angst. Schlussendlich ist Rapid nicht Real Madrid", sagt Suduva-Coach Donatas Vencevicius. Der Ex-Internationale beziffert die Chancen mit 50:50.

Trainer Peter Pacult gibt vor dem Auswärtsspiel um 20:30 Uhr die Devise vor: "Es wird ganz wichtig und entscheidend sein, dass hinten die Null steht, um im Heimspiel alle Trümpfe in der Hand zu haben", womit keineswegs der Torwart, sondern die Vermeidung eines Gegentreffers gemeint ist.

Sportdirektor Alfred Hörtnagl denkt schon eine Runde weiter: "Unser Ziel ist natürlich, in die Gruppenphase zu kommen. Auf der anderen Seite muss man auch realistisch sein. In der letzten Qualifikationsrunde wartet ein sehr guter Gegner, da braucht man zwei exzellente Tage wie gegen Aston Villa."

Leere Ränge am Verteilerkreis

Mag sein, dass Brijeg nicht Barcelona ist, die Wiener Austria erwartet gegen den bosnischen Vizemeister heute auf jeden Fall eine schwierige Aufgabe.

"Siroki Brijeg ist mit drei Brasilianern, einem Argentinier und zwei bosnischen Teamspielern ein starkes Team, das technisch guten Fußball spielt. Es besteht die Gefahr des Ausscheidens. Meinen Spielern muss bewusst sein, dass eine konzentrierte und starke Leistung notwendig ist", sagt Trainer Karl Daxbacher.

Entscheidender Nachteil für die Veilchen könnte das heutige "Geisterspiel" im Horr-Stadion (18 Uhr) sein.

Nach rassistischen Entgleisungen und einem Platzsturm der Fans im Vorjahr im EL-Match gegen Bilbao bleiben die Ränge heute leer.

Auf der Betreuerbank bei den Bosniern dürften einige Wiener Kicker auf einen alten Bekannten treffen: Mario Bazina, 35, arbeitet als Assistent von Sikori-Brijeg-Coach Ivo Istuk.

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