Die deutsche Sängerin Elif (33) hat in der ARD-Talksendung "deep und deutlich" ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit enthüllt. Die Berlinerin sprach dort erstmals öffentlich über massive Gewalt, die sie als Kind durch ihre eigene Familie erlebte.
Der Grund für die Übergriffe: Ihre streng religiösen Eltern lehnten ihren Weg als Musikerin komplett ab. Als die damals 17-Jährige ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb, wurde sie dafür zu Hause brutal zusammengeschlagen.
"Mit 17 habe ich meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben. Dann wurde ich so krass verprügelt zu Hause, dass mein Trommelfell geplatzt ist. Meine eine Gesichtshälfte war komplett blau. Dann bin ich abgehauen", erzählte die Sängerin offen.
Nach drei Tagen kehrte Elif nach Hause zurück – doch ihre Eltern taten so, als wäre nichts passiert. Jahre des Schweigens folgten: "Drei, vier Jahre" lang redeten sie kaum mit ihr.
Erst ihre inzwischen verstorbene Mutter brachte Vater und Tochter irgendwann wieder zusammen. "Heute habe ich mit meinem Vater ein gutes Verhältnis", so die Sängerin.
Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Elif macht deutlich, dass sie nun entschlossen ist, ihre Vergangenheit aktiv aufzuarbeiten. "Ich möchte der Mensch sein, der mich am meisten hält. Ich brauche keine Mama und keinen Papa. Ich hatte dieses Privileg nicht", erklärte sie kämpferisch.